Choquelimpie, Krater über der Laguna Chungara

Über der Laguna Chungara erheben sich einige imposante Berggestalten.

Neben den 6000ern Parinacota, Acotango, Capurata und dem aktiven Vulkan Guallatire gibt es auch zahlreiche 5000er zu sehen. Auf der südlichen Seite fallen einige mittelhohe Fels-bzw. Schuttberge auf, die imposante Kegelformen aufweisen und deren ausgeprägte Gratrouten interessante Anstiege versprechen. Schaut man sich diese Region auf Google Earth an, kann man sehen das diese Berge Teile eines riesigen, ehemaligen Kraters sind, der sich nach Süden fortsetzt. Neben bunten Gesteinsformationen finden sich grüne Matten und scharfe Grate auf der Bergrückseite. Damit hatte ich beim Anblick von der Strasse aus nicht gerechnet. Zu erwarten hingegen waren die prächtigen Tiefblicke auf den riesigen Chungarasee, immerhin 4600m hoch gelegen und die Ausblicke auf die nahen Bergriesen Pomerape, Parinacota und sogar den Sajama, den höchsten Berg Boliviens.

Leider ist es mir bisher nicht gelungen den Namen dieses Berges, bzw. der Gruppe heraus zu finden. Die Karten liefern nur grobe Höhenangaben ohne Namen. Nun habe ich in meinem Bergbuch von Luca Menardi (un lugar entre los cumbres) den Namen Choquelimpie auf einer Karte gefunden, der in etwa der Position des gesuchten Berges entsprechen würde und mit 5298m angegeben ist.

Choquelimpie, Krater über der Laguna Chungara

Höhe: 5355m

Talort: Putre (3500m)

Unterkunft: Cumbre Real in der Calle Baquedano
Das Unterkunft gehört zum Veranstalter Tour Andino, der auch sämtliche Bergtouren um Putre durchführen kann.

Höhenunterschied: ca. 750 Höhenmeter in Aufstieg und Abstieg

Zeiten: 3 Stunden Aufstieg und 1,5 Stunden Abstieg

Startpunkt: Mirador Cota Cotana an der Passtrasse nach Bolivien

Anfahrt: Von Putre oder Arica auf die internationale Strasse nach Bolivien. Parkmöglichkeit am Mirador

Choquelimpie, Krater über der Laguna Chungara

Der Anstieg: Vom Parkplatz aus sehen wir eine markante Spitze der ein runder, fast Tafelberg ähnlicher runder, oben abgeflachter Berg, vorgelagert ist.

Wir halten nun einfach mehr oder weniger geradeaus auf diesen Berg zu. Wo wir gehen ist fast egal, das Gelände ist praktisch überall gleich und gut begehbar. Kleinere Büsche oder Kakteen sind von feinem vulkanischen Sand umgeben auf dem sich gut aufsteigen lässt. Die Pflanzen am Weg lassen dabei genug Platz um durch zu kommen. Zuerst steigt das Gelände sehr allmählich an, wird aber je näher wir dem “Tafelberg” kommen immer steiler.
Wege oder Pfadspuren gibt es nicht, wir halten also einfach auf den Berg zu, wobei wir die sich links von uns befindliche Seite für den Aufstieg wählen. Zwischen nun grossen Gesteinsbrocken aus Kalk - und Sandstein kommen wir auch ohne Pfadspuren problemlos durch. Dabei bauen wir ein paar Serpentinen ein und steigen dem linken Rand des Plateaus entgegen. Es bieten sich dabei immer eindrucksvollere Tiefblicke auf die Laguna Chungara und die angrenzenden Hochflächen des Altiplano. Vom Taapaca zum Larancagua und weiter zum Guane Guane sind alle markanten Gipfel der Region gut zu erkennen. Direkt vor uns befindet sich das eigentliche Ziel.

Immerhin 5075 m Haben wir schon erreicht, der Hauptgipfel befindet sich nun zur Linken. Das Gelände wird nun steiler und bleibt weglos. Nach einem kurzen Zwischenabstieg vom Plateau durch einen hoch gelegenen Sattel steigen wir nach Links, Richtung Osten über eine wenig geneigte Schuttfläche dem deutlichen Gratrücken entgegen. Maximal 100 Höhenmeter später stehen wir auf dem steinigen Gratrücken. Immer wieder stellen sich uns hier grosse Steinbrocken in den Weg die aber alle problemlos auf der linken Seite umgangen werden können. Vom Grat eröffnen sich die ersten Blicke auf die Nachbargipfel und in die weiter Ebene innerhalb des ehemaligen Kraters. Auch auf der rechten Seite dominieren scharfe Grate und wilde Felsgesellen das Bild. Eine Wand aus dicken Felsbrocken umgehen wir wieder in nördlicher Richtung, also Links. Dabei müssen wir mehr und mehr über Felsbrocken balancieren, aber die Hände werden kaum gebraucht. Die letzten ca. 50 Höhenmeter verlaufen dann wieder etwas weniger steil über feinere Sande. Kurze Zeit später sind wir dann am Gipfel, der von kleinen Steinmauer gekrönt wird. Hier wird der Blick frei, in allen Himmelrichtungen bieten die noch höheren Berge genug Abstand um uns nicht die Sicht zu versperren. Im Süden überragt der Chuquisamanta den weiss glänzenden Salar de Surire, aber auch die vorher nicht sichtbaren Nachbargipfel bieten starke Eindrücke. 2-3 Gipfel im Kraterrund dürften ähnliche Höhen wie unser Bergaufweisen und sind durch spektakulare, bunte gefärbte Gratrouten miteinander verbunden. Gegen Osten dominieren die Drillinge Umurata, Acotango und Capurata mit dem dampfenden Guallatire. Weiter nördlich beherrscht vor allem der ebenmässig geformte Parinacota das Bild, aber auch sein Zwilling Pomerape und der mächtige Sajama erscheinen äusserst imposant. Die Berge um Suriplaza und der fast 6000er Tacora, schon an der peruanischen Grenze, ragen auf der Nordseite heraus. Im Westen dominiert der 5842m hohen Taapaca, aber auch die bunten Berge sind gut sichtbar. Ob am Horizont eher der Himmel oder der Ozean zu sehen sind lässt sich nicht wirklich erkennen.

Wir steigen auch am Grat wieder ab, wenden uns dann auf Höhe des erwähnten Sattels nach Rechts um diesen zu erreichen. Nun bieten beide Seiten Gelenk schonende Abstiege durch vulkanische Sande. Links können wir den Tafelberg umwandern und dann auf geradem zur Strasse zurück kehren.

Choquelimpie, Krater über der Laguna Chungara

Tafelberg:
S 18 14.395
W069 13.741
Höhe: 5074m
Gipfel:
S 18 15.133
W069 13.509
Höhe: 5355m

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