Suriplaza, Cerro Cosapilla (5334m)

Suriplaza ganz im Norden Chiles, in der Provinz Tarapaca gelegen, ist noch ein Geheimtipp im Andenraum. Während die Rainbow Mountains um Cusco innerhalb kurzer Zeit von nahezu unbekannt zum Klassiker wurden, sind die Berge um Suriplaza noch nicht aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Sehr selten werden sie, vor allem von Putre aus, angefahren und erwandert.

Dabei handelt es sich um eines der absoluten Highlights Chiles, wenn nicht Südamerikas. So zumindest die am weitesten verbreitete Meinung der Gäste, mit denen wir dort waren.

Chile Suriplaza Cerro Cosapilla

Aber der Reihe nach:

Nach 1,5 bis 2 Stunden staubiger Anfahrt auf brauchbaren Wegen von Putre aus versetzt uns das Schlussstück der Anfahrt bereits in eine andere Welt. Zwar fahren wir immer noch über sandige Fahrspuren, erstaunlicherweise mit weniger Schlaglöchern als die vorherigen Wege, aber dies eleuchten in tiefstem Orange. Nun tauchen auch die ersten der bunt gefärbten Berge vor uns auf. Meistens namenlos und ohne sichtbare Aufstiegsspuren bieten sie noch wirkliches Neuland. Auf ca. 4500m Höhe erreichen wir eine rundliche Ebene mit überraschend grünen Facetten, aber vor allem vielfältig gefärbten Gesteinselementen. Besonders die östliche Seite fällt ins Auge, hier erblicken wir tiefrot bis orange gefärbte Berghänge in erstaunlicher Vielfalt. Kein Wunder, dass die Einheimischen diese Seite von Suriplaza als die “Marsseite” bezeichnen. Gegenüber in Richtung Osten finden wir dann die “Mondseite”. Hier ist das Farbspektrum noch höher, aber nicht ganz so spektakulär. In hellem Weiß leuchten einige Schuttfelder und bis zu Tiefschwarz ist alles dabei. Zwischentöne wie Geld oder Grau natürlich inklusive. Alles in allem ein atemberaubender Anblick, ein Farbenspektakel der Extraklasse in fast völlig unbekanntem Terrain.

Chile Suriplaza Cerro Cosapilla

Kein Haus ist weit und breit zu sehen, nur mächtige 5000er umrahmen die weitläufige Ebene. Vermutlich handelt es sich hier um einen ehemaligen Krater von vormals gigantischen Ausmaßen der nun durch Erosion in verschiedene Bergketten aufgegliedert wurde.

Man muss kein Bergsteiger sein um sich für diese Landschaft zu begeistern, es reicht sie mit dem Auto zu durchfahren und an einigen interessanten Punkten auszusteigen um etwas zu laufen. Und natürlich zu fotografieren. Mit etwas Glück laufen uns auch die Namensgeber selbst über den Weg. Suri werden die straußenähnlichen Laufvögel hier im Norden Chiles genannt. Nachdem man früher kaum mal einen von ihnen zu Gesicht bekam, haben sie sich in den letzten Jahren deutlich vermehrt und man bekommt sie mit ein wenig Glück zu Gesicht. Vicunias, Füchse und Viscachas sieht man ebenfalls häufig.

Chile Suriplaza Cerro Cosapilla

Nun lässt sich das Erlebnis natürlich noch weiter steigern: Wir steigen einem der Hochgipfel aufs bunt gefärbte Dach. Ideal ist der Cerro Cosapilla, welcher direkt üder der Hochebene liegt und somit leicht zu erreichen ist. Zuerst mühen wir uns durch weglose, aber flache Schutthänge auf seinen Grat zu, dann wird es steil. Wir halten uns rechts und erreichen durch steile, immerhin schon rötliche, Schuttfelder den langgezogenen Grat. Damit haben wir praktisch den ersten 5000er Gipfel schon bestiegen, aber es handelt sich eher um einen Vorgipfel als einen wirklich selbstständigen Berg. Da er aber durchaus ein gewisses Maß an Eigenständigkeit hat, erwartet und nun ein kleiner Zwischenabstieg mit Überschreitung mehrerer Nebengipfel. Am tiefsten Punkt steilt sich der beeindruckende Ostgrad vor uns auf und leitet uns über ein paar sehr steile Aufschwünge direkt zum Gipfel des Cerro Cosapilla. Auf gut 5300m werden sämtliche Hochgipfel der Region sichtbar. Die allgegenwärtigen Nevados de Putre und der mächtige Tacora, schon halb in Peru, ragen heraus. Mit Sajama, Parinacota, Pomerape, Acotango, Guallatire und Capurata befinden sich zudem gleich secht 6000er in unserem Blickfeld.

Chile Suriplaza Cerro Cosapilla

Talort: Putre (3500m) oder Colpipa (ca 4000m)

Ausgangspunkt: Ebene Suriplaza auf 4500m

Anfahrt: Von Putre zuerst auf der Nationalstraße Richtung Bolivien und bei der Militärstation links ab Richtung Colpipa und Taapaca. Nun folgen wir dem Fahrweg unter den Taapacagipfeln Richtung Norden. Der höchste Punkt erreicht 4800m und ist gleichzeitig Ausgangspunkt für die Besteigung des Taapaca
An der nächsten Abzweigung halten wir uns Rechts, Colpita ist ausgeschildert. Immer dem Fahrweg folgend durchfahren wir eine imposante Schlucht bevor den riesigen Sportplatz von Colpita durchqueren. Am Ortsende biegen wir nach Links ab um wenige Kilometer später Rechts einen Wegweiser mit der Aufschrift Suriplaza entdecken. Es liegt nahe diesem zu folgen.

Unterkunft: In Putre: Cumbre Real in der Calle Baquedano Nr 340

Höhenunterschied: gut 800 Hm in Aufstieg und Abstieg

Schwierigkeiten: keine besonderen, aber steiles Geröll

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