Illiniza Norte

Die beiden Zwillingsberge Illiniza Norte und Illiniza Sur befinden sich südlich von Quito. Während der Illiniza Sur zu den anspruchsvollsten 5000ern Ecuadors zählt ist der Illiniza Norte ohne Gletscherbegehung zu besteigen. 

Die Spanier bezeichneten dann kurzerhand beide Gipfel als Illiniza, versehen mit den Zusätzen Norte und Sur. Der Südgipfel ist mit 5263 Metern noch etwas höher als sein nördliches Pendant, ragt auch deutlich über die Schneegrenze hinaus. Er ist stark vergletschert und deutlich schwieriger zu besteigen als unser Nordgipfel. Dieser ist zwar sehr abschüssig und da er im Windschatten seines höheren Nachbarn liegt auch vollkommen unvergletschert, ja sogar nur selten verschneit. Beide Gipfel sind die Überreste einer ehemals gewaltigen, aber inzwischen zerstörten Caldera und durch einen hochgelegenen Bergsattel miteinander verbunden.

Der Südgipfel ist aufgrund seiner leichten Erreichbarkeit bei Bergsteigern sehr beliebt, kann man hier doch relativ leicht die magische 5000 Metergrenze überwinden.

Illiniza-Norte

Die Route:

Da ich direkt aus dem Dschungel kam entschied ich mich dafür zuerst in El Chaupi zu übernachten und von dort zum Refugio aufzusteigen. So wollte ich mich langsam an die Höhe gewöhnen, sollte es doch mein erstes Mal auf über 5000 Metern werden. In der einzigen Unterkunft El Chaupi quatiere ich mich ein, treffe dort ein paar Amerikaner, die sich kaum vorstellen können, das ich den gesamten Weg zur Hütte aufsteigen möchte. Das dauere mindestens 8 Stunden und wäre sehr mühsam, vor allem die Sandpisten auf über 4500 Metern Höhe. Aber ich käme ja aus den Alpen und müsse ja deshalb fit sein. Erstaunlich wie viel Respekt die Alpen aussereuropäischen Bergsteigern abnötigen. Dazu kommen noch 4 Deutsche, die ebenfalls von unten zur Hütte aufsteigen möchten. Sie meinen der Nordgipfel sei ebenfalls eisüberzogen, man hätte es vom Flugzeug aus gesehen, aber mein Buch von Marco Cruz sagt etwas anderes. Gegen Mittag soll es feucht werden, sagen die Amerikaner noch, womit sie recht behalten sollten. Man folgt zuerst dem Fahrweg zum El Virgen, der eigentlich kaum zu verfehlen ist.

Danach wird's mühsam, ein sandiger Grat führt steil zur Hütte. Aber zeitlich bin ich gut unterwegs, die Zeitangabe der Amerikaner konnte ich nicht wirklich glauben, war mir aber nicht sicher wie stark die Höhe sich auswirken würde. Ich hatte mit 5-6 Stunden Aufstieg kalkuliert, aber um halb Eins war ich schon in der Hütte, nachdem ich um 8 gestartet war. Kurze Zeit später beginnt es zu Regnen, eingenebelt war der Berg schon den ganzen Tag. Somit bleibe ich als Einziger trocken. Eng und ungemütlich ist die Hütte, dazu empfindlich kalt. Gut das mein Vermieter in El Chaupi mir noch einen Schlafsack mitgegeben hätte, ohne hätte ich hier wohl nicht schlafen können. Wenigstens kann man kochen und sich etwas am Ofen wärmen. Nach und nach treffen doch noch weitere Bergsteiger ein, allesamt bis auf die Haut durchnässt, der Regen lässt keine Erkundungstour mehr zu, also müssen wir uns in der Hütte beschäftigen.

Nach einer äußerst kalten und ungemütlichen Nacht sieht das Wetter am nächsten morgen auch nicht besonders aus, aber wenigstens ist es trocken und es sind ja auch nur noch knapp 500 Höhenmeter Aufstieg. Somit konzentriert sich heute alles auf den leichteren Nordgipfel, viele haben ein Seil dabei. Nicht ganz verkehrt, denn eine dünne Schneeschicht überzieht die Felsen und erschwert die Felspassagen erheblich. Aber es geht auch ohne Seil, denn die Kletterpassagen sind recht kurz. Zuerst geht es auf Pfadspuren zum Sattel La Ensillada zwischen den beiden Illinizagipfeln. Von dort führt eine steile Sand – und Schutthalde zum Südgrat hinauf, welcher uns weiter zum Fuß der schroffen Südspitze des Gipfelgrates leitet.

Nun müssen einige Meter abgestiegen werden um eine etwas heikle Querung vorzunehmen, den sog. Paso de la Muerte, den Übergang des Todes. Dieser ermöglicht es einen ostwärts herabführenden Seitenarm des Gipfelgrates zu erreichen. Man kann auf ihm direkt zu Gipfel klettern oder den Grat umgehen und nach einer kurzen Querung eine Felsrinne hinaufsteigen, die direkt zum Hauptgipfel führt. Der Abstieg erfolgt im oberen Bereich auf der Aufstiegsroute, im Anschluss an die Felsrinne steigt man jedoch direkt bis zu den steilen Schutthalden im Osten ab und läuft dann entlang der Südflanke des Berges zurück zu Hütte.

Dort hole ich noch schnell meinen Schlafsack und steige dann direkt und trocken nach El Chaupi ab.

Ausgangspunkt: Die nächstgelegene Stadt ist Machachi, von dort fahren Busse oder auch Taxen zum Weiler El Chaupi (3400m), wo es auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Man kann von hier aus zu Fuß zur Hütte aufsteigen, aber auch noch bis über 4000 zum Parkplatz El Virgen mit einer Marienstatur mit dem Jeep hinauffahren. Spätestens bei 4300 Metern ist dann aber endgültig Schicht, da wird der Weg definitiv zu schlecht.

Stützpunkt: Refugio Nuevas Horizontes auf 4700 Metern, Kochgelegenheit, sehr kalt und eng, Schlafsack mitbringen, Kosten 9 Dollar, zumeist bewartet.

Cruz-Illao

Schwierigkeiten:

Große Höhe, Kletterstellen im 2. Grat und teils verwickelte Wegführung, kein Eis, ab Mittag oft Nebel und Regen.

Ausrüstung:

Warme Kleidung und normale Bergsteigerausrüstung, eventuell bei weniger erfahrenen Teilnehmern ein Seil.

Zeiten:

2 Tagestour von Machachi oder El Chaupi aus, wer nah genug ranfährt kann den Berg auch an einem Tag „abhaken", wozu man aber schon gut akklimatisiert sein sollte. El Chaupi – Refugio: ca. 6 Stunden, Refugio – Gipfel: 2-3 Stunden, Abstieg: Gipfel – El Chaupi: ca. 5 Stunden.

Beste Zeit:

Das ganze Jahr über möglich, Juli, August etwas ungünstiger, am Besten Dezember und Januar

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