Cerro Plomo

Leichte Eistour auf 5400m in Zentral - Chile. Der Cerro Plomo ist der Hausberg von Santiago de Chile.

Cerro Plomo, der Hausberg Santiagos thront - unverkennbar mit seinem kuppelförmigen, vergletscherten Rücken - wie ein Dom hoch über der Stadt und lockt seit jeher Bergsteiger, die sich nach Drei- bis Viertausendern mal an einem "leichten" Fünftausender versuchen und die Panoramablicke auf die Dächer der Anden genießen wollen. Tatsächlich gilt der "Bleifarbene" als technisch einfach zu bewältigen. Dennoch darf die Höhe nicht unterschätzt werden: Der Plomo ist berüchtigt für häufiges Auftreten der Höhenkrankheit. So gibt es zwar Cracks, die den Berg in drei Tagen rauf- und runterrasen. Wir empfehlen hingegen, sich Zeit zu lassen und zur Akklimatisierung am Tag 3 die 4954 m hohe Leonera zu besteigen.

Anden-bei-Farellones

Schon die Inka kannten die Faszination dieser Bergwelt und nutzten den Plomo als Kultstätte: 1954 fand man im Gipfelbereich die gut erhaltene Mumie eines Kindes, offenbar ein rituelles Opfer. Sie liegt heute in einem Museum in Santiago.

Ein prächtiger Gletscherberg der schon von Santiago aus ins Auge fällt ist von der Hauptstadt aus gut und schnell zu besteigen. Die Anfahrt erfolgt über die bekannten Skigebiete Farellones und La Parva wo dann auch die Tour startet. Über den Portuzuelo san Franciscano nähern wir uns dem Berg. Dabei muss einiges Auf und ab in Kauf genommen werden, dafür entschädigt eine malerische Andenlandschaft. Schon unser Akklimatisationsberg Leonera biete eine umfassende Fernsicht die aber vom Plomo noch deutlich gesteigert wird. Lang ist der Rückweg nach La Parva, von wo aus nach Santiago zurück gefahren wird.

Tour-Info

Dauer der Tour: 4 Tage

Termine

  • von November bis März möglich
  • Genaue Termine auf Anfrage

Preise

  • Preis Cerro Plomo: Ab 500 Euro, auf Anfrage

Tour-Verlauf

1. Tag: Start zum Cerro Plomo - Portezuelo Franciscano

Von der Bergstation des obersten Lifts in La Parva (3400 m;) führt zunächst ein leicht erkennbarer Weg auf den Portezuelo Franciscano (3570 m). Gleich dahinter glänzt die gleichnamige Lagune. Der Pfad führt an ihr vorbei weiter in nordöstlicher Richtung. Nach mehreren An- und Abstiegen von insgesamt etwa 400 Höhenmetern ereichen wir nach drei bis vier Stunden das Gebiet Piedra Numerada. Hier finden sich ausgezeichnete Campingmöglichkeiten auf der weitflächigen Weide entlang des Estero Molina, auch Cepo genannt, auf 3350 m Höhe (3-4 Stunden).

2. Tag: La Olla

Die heutige Etappe ist wiederum recht kurz (ca. 4 Std.). Der Weg wird relativ steil und führt in nördlicher Richtung bis nahe an den Iver-Gletscher des Plomo auf etwa 4300 m. Das Camp heißt bei den Andinisten La Olla (Der Topf) und ist in allen Fällen den Biwakschachteln "Hermandad" und "Agostini" weiter oben vorzuziehen. Kleine Exkursionen zum Gletscher über hier oft zahlreiche Büßereisflächen oder eine Tagestour auf die Leonera sorgen für kurzweilige Akklimatisation.

3. Tag: Leonera

Wir legen einen Akklimatisierungstag ein und besteigen die 4954 m hohe Leonera, welche direkt neben dem Camp in nordwestlicher Richtung aufragt. Der Abstecher (4-5 Std.) lohnt sich: Nach etwa zwei bis drei Stunden Kraxelei bietet sich von oben das fantastische Panorama des Cerro Plomo mit seinem imposanten Gletscher, und wir können die morgige Route erkennen.

Zurück in La Olla, schnappen wir unser Gepäck und steigen noch ca. 1,5 Stunden über die Plomo-Route bis auf 4600 m auf. Hier, bei der halb verfallenen Agostini-Biwakschachtel, finden wir gute Plätze zum Zelten.

Alternativ können weniger gut Akklimatisierte eine weitere Nacht in La Olla verbringen. Lieber noch einen extra Tag zur Anpassung einlegen! Damit erhöhen sich nicht nur die Gipfelchancen, sondern auch der Spaß am Aufstieg.

Cerro-Plomo-Chile

4. Tag: Cerro Plomo

Bis zum Gipfel liegen etwa 850 Höhenmeter vor uns; 300 m mehr sind es für diejenigen, die von La Olla aufsteigen. Der Weg ist leicht zu erkennen und führt rechts am Gletscher vorbei über loses Geröll steil nach oben, wo der Gletscher an einer leichten Stelle mit Steigeisen und Pickel überquert werden muss. Auf 5140 m kommen wir an einer Opferstätte der Inka vorbei; weiter oben, etwa auf 5400 m, erinnert eine Gedenktafel an den Fund einer Mumie im Jahr 1954 (siehe Exkurs).

Auf den letzten Metern werden die Beine zu Blei - heißt der Berg vielleicht deshalb El Plomo? Aber wir werden für die Quälerei entschädigt: Vom 5424 m hohen Gipfel aus streift der Blick in weitem Rund über die Formenvielfalt der Anden, eine Bergkette an der anderen, bis hin zum Aconcagua, dem mit 7021 Metern höchsten Berg Amerikas. Für den Aufstieg sollten 5 bis 7 Stunden kalkuliert werden, für den Abstieg noch einmal bis zu vier Stunden (insgesamt 9-11 Std).

5. Tag: Rückkehr nach Santiago

Der Rückweg von La Olla führt den selben Weg über Piedra Numerada bis zum oberen Teil des Skigebiets La Parva (5 Std.). Hier wartet unser Transport nach Santiago schon auf uns.

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