6000er, Vulkane, Salzseen und Geysire

Bergtour Bolivien/Chile. Besteigung der 6000er Acotango und Parinacota über dem Lauca Nationalpark. Akklimatisation an den Thermen von Jurasi, im Lauca Nationalpark und über dem Salar de Surire.

Unsere Tour startet im sonnigen Arica, ganz im Norden Chiles. Wir werden aber gleich mit dem Mietwagen weiter nach Putre fahren um uns ideal auf 3500m Meereshöhe zu akklimatisieren. Zuerst einmal besteigen wir direkt von Putre aus den Cerro Surunche, nur 3878m hoch, der ideale Einstieg. Von den Thermalbädern von Jurasi aus folgen weitere Gipfel bevor wir eine Wanderung am Chungara See im Lauca Nationalpark, im Flamingogebiet, unternehmen. Guane Guane heisst unser nächster Gipfel. Danach sind wir akklimatisiert genug um über dem Salar de Surire etwas weiter hinauf zu steigen.

Bergsteigen-Chile

Der 5775m hoheTarapaca bleibt unser höchstes Gipfelziel in Chile, danach wechseln wir in den bolivianischen Sajama Nationalpark hinüber. Von hier aus steht noch eine weitere Wanderung mit Quinualbäumen, Vicunas, Viscachas, Geysiren und heissen Quellen. Nun folgt endlich der erste 6000er der Tour, der 6080m hohe Acotango,ein königlicher Aussichtsberg. Noch ein paar Meter höher (6330m) ist der Paradevulkan Parinacota an dem wir uns ebenfalls versuchen.

Tour-Info

Highlights

  • Arica
  • Putre
  • Guane Guane
  • Jurasi
  • Lauca
  • Laguna Chungara
  • Salar de Surire
  • Tarapacá
  • Sajama
  • Acotango
  • Parinacota

Dauer dieser Tour: 16 Tage

Unser nächsten Termine

  • 2. bis 17. Dezember 2016
  • 4. bis 19. Mai 2017
  • 2. bis 17. Oktober 2017
  • 2. bis 17. Dezember 2017

Gerne führen wir diese Tour auch zu Ihrem individuellen Wunschtermin durch.

Preise (pro Person):

  • Ab 2 Personen: 2.595 Euro
  • Ab 4 Personen: 2.245 Euro
  • Ab 6 Personen: 2.145 Euro

Eingeschlossene Leiszungen

  • Flughafentransfer
  • Bus- und Taxitransfers im Land
  • Alle Übernachtungen in einfachen landestypischen Unterkünften und Zelten
  • Organisation der Besteigung des von Parinacota und Acotango mit Führer, Verpflegung, Anfahrt und Leihausrüstung
  • Reiseleitung vor Ort
  • Alle Nationalparkeintritte
  • Geführte Wanderungen
  • Transporte mit Mietwagen

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Flug
  • Reiseunfall- und Krankenversicherung
  • Reisegepäcks- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Ausreisesteuer am Flughafen, zur Zeit 25 Dollar
  • Nicht ausgeschriebene Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Teilnehmerzahl

  • Mindestens: 2
  • Maximal: 10

Weitere Infos

  • Eine gute allgemeine Fitness ist für diese Tour gewünscht und sehr von Vorteil.

Wir bieten ein umfangreiches Angebot an Tourbausteinen, die mit dieser Reise kombiniert werden können.

Tour-Verlauf

1. Reisetag: Ankunft in Arica

Nach unserer Ankunft in Arica,vermutlich von Santiago aus fahren wir gleich weiter nach Putre hinauf. Unsere erste Nacht auf 3500 Metern wird vielleicht etwas anstrengend, leitet aber gleich die wichtige Akklimatisationsphase ein. 

Parinacota-Lauca

2. Reisetag: Cerro Surunche von Putre

Heute starten wir direkt von unserem Hotel in aus zum Cerro Surunche (3878m). Wir steigen also nicht zu weit hinauf, der Anstieg ist allmählich. Auf der Tour durchwandern wir eine tiefe Schlucht und urtümliche Halbwüstenlandschaften mit Kakteen und wenig Bewuchs. Am Gipfel sehen wir die gewaltigen Nevados de Putre, eines unserer späteren Ziele direkt vor uns aufragen. Selbst der Anstiegsweg lässt sich schon gut studieren von hier aus. Wer noch Energie hat kann noch einen zweiten, etwas niedrigeren Gipfel mitnehmen bevor wir ohne Hetze zum Hotel zurück kehren.

3. Reisetag: Laguna Chungara

Wanderung am Chungara See, mit wenig Höhenunterschieden aber vielen Flamingos, Viscachas, Llamas und Vicunias. Hierbei koennen wir alle grossen Vulkanberge der Region direkt vor uns aufragen sehen und natürlich auch fotografieren. Am nächsten ragt der Parinacota mit seiner makellosen Eiskappe vor uns auf, aber auch Guallatire, Acotango, Umurata und Capurata spiegeln sich direkt in dem tiefblauen See. Selbst der noch höhere Sajama schiebt sich aus dem nicht allzu fernen Bolivien ins Bild. Der See liegt auf gut 4600 Metern, weshalb wir heute nicht grossartig weiter aufsteigen sondern uns grösstenteils am Seeufer bewegen. Wir schlafen dann wiederum 1000 Meter niedriger in Putre, was etwa eine Stunde Rückfahrt bedeutet.

Salar-de-Surire-5000er

4. Reisetag: Von den Thermen Jurasi

Eine Wanderung von den Thermen Jurasi aus auf zwei gut 4800m hohe namenlose Felsgipfel. Ca 1000 Höhenmeter benötigen wir um die beiden vielfarbigen Berggestalten jeweils zu überschreiten. Unsere Wanderung führt durch eine abwechslungsreiche Schlucht mit interessanten Gesteinsformationen und weiter oben auch prachtvollen Ausblicken.. Den Abschluss der Tour bildet ein Bad in den Thermen von Jurasi. Nach Putre zurück sind es von hier aus nur noch 20 Minuten mit dem Auto.

5. Reisetag: Cerro Guane Guane 5050m

Der Cerro Guane Guane ist ein leichter 5000er über dem Pass nach Bolivien und bietet unbeschreibliche Ausblicke auf die nahegelegenen Pomerape, Parinacota, Umurata, Acotango, Capurata und Guallatire.Etwa 800 Höhenmeter Aufstieg liegen vor uns, der Weg ist problemlos zu begehen. Zum Abschluss des Tages besuchen wir noch das Dorf Parinacota bevor wir gut eine Stunde nach Putre zurückfahren.

6. Reisetag: Salar de Surire

Wir fahren heute gute 2 Stunden von Putre über eine staubige Piste am Dorf Guallatire vorbei zum weiss glänzenden Salar de Surire. Mit etwas Glück sind die seltenen Nandus vom Auto aus zu bewundern. Nachdem wir ausgiebig Fotos der umliegenden Berge,Vicunas und Flamingos gemacht haben übernachten wir im Conaf Refugio fast direkt am Seeufer. Ein atemberaubender Sonnenuntergang erwartet uns meistens.

Umurata-Acotango-Capurata

7. Reisetag: Unbekannter 5000er über dem Salzsee

Heute besteigen wir einen gut 5400m hohen Vulkanberg mit traumhaften Blicken über den Salar. Von der Hütte aus ist unser Berg schon gut sichtbar, nur 15 Minuten Anfahrt liegen heute vor uns. Durch steiles Geröll und dichtes Blockwerk steigen wir dem aussichtsreichen Gipfelgrat entgegen. Oben angekommen erwartet uns ein atemberaubends Bergpanorama auf die umliegenden Berge bis hin zum ebenmässigen Isluga und natürlich über die riesige Salzwüste von Surire. Der Abstieg erfolgt wie so oft an grossen Vulkanbergen als Abfahrt durch dünnes Vulkangestein. Danach bleibt uns die Rückfahrt nach Putre wo wir erneut übernachten.

8. Reisetag: Ruhetag Putre

Heute ruhen wir uns in Putre aus, wer möchte kann nochmal die heissen Quellen besuchen oder auch etwas Wandern.

Salar-de-Surire

9. Reisetag: Cerro Tarapaca 5775m

Heute besteigen wir einen der markant aufragenden Nevados de Putre. Nach einer eher kurzen Anfahrt von einer guten Stunde erwartet uns steiler, rutschiger Schutt. Mühsame Grate begleiten uns beim ca.1100 Höhenmeter umfassenden Aufstieg, machen den Abstieg aber zum reinen Abfahrtsvergnügen. Der Berg bietet fantastische Fernblicke bis hin zu den peruanischen Paradevulkanen Misti und Chachani die alle Mühen vergessen lassen. Nach der Rückfahrt Übernachten wir noch einmal in Putre.

10. Reisetag: Fahrt Sajama

Heute müssen wir 2 lästige Grenzübergänge überwinden um ins bolivianische Sajama zu kommen wo wir auch übernachten werden. Dafür bietet die Landschaft einiges, wir durchqueren den berühmten Lauca Nationalpark mit Blick auf alle grossen Vulkane der Umgebung. Dazu dann später den Sajama Nationalpark wo wir die Berge von der bolivianischen Seite bewundern können. Reine Fahrzeit haben wir nur ca.2,5 Stunden.

Vulkan-Parinacota

11. Reisetag: Wanderung in Richtung Condoriris

Auf unserer heutigen Wanderung treffen wir fast alle typischen Merkmale des Sajama Nationalparkes an. Llamas, Vicunas, heisse Quellen, die berühmten Quinual Bäume und sogar Geysire liegen am Weg. Der Endpunkt ist ein idyllischer See unter den Condoriribergen. Wir steigen ca. 800 Höhenmeter zum See auf.

12. Reisetag: Acotango 6080m

Heute besteigen wir unseren ersten 6000er der Tour, den ruhenden Vulkan Acotango. Mit dem Minibus fahren auf 5000m und beginnen von dort mit der Besteigung.

Nun wird es ernst, früh in der Nacht quälen wir uns aus den Zelten und machen uns im Scheine unserer Stirnlampen auf den zuerst einmal recht flachen Weg. Nach und nach wird der Anstieg steiler, später gekrönt von einem aussichtsreichen Gratanstieg. Der Schlussteil ist zwar meistens vereist aber nirgends wirklich schwierig, so dass wir bald den aussichtsreichen Hochgipfel erreicht haben. Wir genießen das nicht enden wollende Gipfelpanorama mit dem Riesenklotz des Sajama und dem ebenmäßigen Parinacota. Direkt vor uns erhebt sich der dampfende Kegel des Guallatiri ein aktiver, ebenfalls über 6000 Meter hoher Eisvulkan.

13.Reisetag: Ruhetag Sajama

Heute erholen wir uns im Dorf Sajama. Es gibt heisse Quellen und leichte Wandermöglichkeiten.

14. Reisetag: Hochlager Parinacota

Früh verlassen wir Sajama heute, einen Grossteil des Weges hilft uns unser Fahrzeug noch weiter, dann aber geht es nur noch zu Fuß vorran, und zwar mit einigem an Gepäck. Vom Fuß des Berges sind noch knapp 200 Höhenmeter zu bewältigen ehe das Hochlager auf 5300 Metern Höhe erreicht wird. Dieses befindet sich im Südosten des Vulkans unterhalb von einem markanten Gratrücken. Hier schlagen wir unsere Zelte auf, mit unvergleichlicher Aussicht auf zahlreiche Lagunen und Vulkane. Der Aufstieg zum Lager ist eher flach, trotzdem sehr mühsam, führt er doch durch lose und rutschige Vulkanaschen. Oben ist es sehr kalt und windausgesetzt, wovor schnell in die Zelte geflüchtet werden kann. Ein besonderes kulinarisches Erlebnis ist das eigentlich karge Abendmahl vor den Zelten und atemberaubender Hochgebirgskulisse, mit dem Sonnenuntergang als Höhepunkt.

Acotango

15. Reisetag: Parinacota Gipfel

Den Sonnenaufgang hingegen erleben wir nicht mehr vor den Zelten, denn dann sind wir schon ein paar Stunden unterwegs. Um Mitternacht werden wir für ein kurzes Frühstück in kalter Umgebung geweckt, kurz danach geht es in Richtung Krater. Zwar nur mäßig steil ist das Gelände, aber sehr mühsam. Bald können die Steigeisen angelegt werden, wirklich anspruchsvolle Eispassagen stellen sich uns aber nirgends inden Weg. Fast etwas monoton wirkt der Anstieg manchmal, doch dafür ist die Aussicht umso interessanter, wenn es nicht zu dunkel ist. Sehr anstrengend wird das Ganze bei Neuschnee, der ist aber zum Glück hier selten. Gut 6 Stunden später ist der Kraterrand geschafft, die Sonne dürfte auch so langsam aufgehen. Welch ein Schauspiel mit strahlenden Eisflächen und grandiosen Lichtspielen, bevor wir den Lohn für die Mühen, den gewaltigen Gipfelblick genießen können. Vor allem der nahegelegene Sajama beherrscht die Szenerie, doch es fallen noch zahlreiche weitere Vulkane ins Auge. Besonders imposant wirkt der benachbarte Pomerape, der fast gleich hohe Zwillingsgipfel des Parinacota. Abgestiegen wird zuerst bis zum Hochlager, welches wir zusammenpacken und dann weiter zu unserem Fahrzeug absteigen. Diese bringt uns noch zu den benachbarten heißen Quellen, wo ein entspannendes Bad ansteht. Später werden wir uns in dem Ladenrestaurant einmieten, wo es mittlerweile recht ordentliche Zimmer gibt.

16. Reisetag: Fahrt nach Arica oder La Paz

Der Rückflug kann wahlweise von La Paz in Bolivien oder dem chilenischen Arica erfolgen. Nach Arica können wir an der bolivianischen Grenzstation Tambo Quemado in einen Bus einsteigen, nach La Paz fahren wir selbst.

Parinacota

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