Vulkane in Ecuador

Vulkanbesteigungen in Ecuador mit Fuya Fuya, Chimborazo, Cotopaxi, Pichincha und Imbabura. Die Akklimatisation findet um Guandera und Otavalo statt.

Interessante Rundreise durch die ecuadorianische Vulkanlandschaft. Quito, Guandera, Laguna Cuicocha, Fuya Fuya, Imbabura und Pichincha zum akklimatisieren, dann die beiden grossen Vulkane Cotopaxi und Chimborazo.

Besuchen Sie mit uns Ecuador. Ein Land der Gegensätze: weite Sandstrände, undurchdringliche Urwaldgebiete und über 6.000 Meter hohe Vulkanberge. Alles das hat dieses kleine Land zu bieten, obwohl es weniger Fläche besitzt als das ehemalige Westdeutschland. Unsere Reise führt nun vor allem in die Andenregionen.

Meerschweinchensee-Cuicocha

Nach der Ankunft in Quito werden wir die ersten beiden Tage auch in der Hauptstadt verbringen und uns vor allem die kolonial geprägte Altstadt näher anschauen. Auf ca. 2.800 m Höhe kann einem hier schnell mal die Luft ausgehen, dafür entschädigt eine der schönsten Städte Lateinamerikas.

Von dort führt unser Weg dann die Strasse der Vulkane entlang in den äußersten Norden des Landes in das lebendige Andenstädtchen San Gabriel. In direkter Nähe befindet sich hier die ökologische Station Guandera, mitten in dichtem Bergurwald gelegen. Von dort aus werden wir ein paar Eingehtouren in die Paramos unternehmen, wo mit viel Glück Pumas oder der selten gewordene Brillenbär zu sehen sind.

Danach verlegen wir unseren Standort nach Otavalo, bekannt für seinen samstäglichen Indigenamarkt, wo alles irgendwie verkaufbare angeboten wird. Otavalo ist auch der Ausgangspunkt für unsere ersten größeren Bergtouren auf die Vulkane Fuya Fuya (4.293 m) und Imbabura (4.682 m). Dazwischen besichtigen wir die weiße Stadt Ibarra.

Nun dürften wir gut genug akklimatisiert sein um mit dem Cotopaxi einen der schönsten Vulkanberg überhaupt in Angriff zu nehmen. Sein leuchtend weißer Kegel ist schon von Quito aus sichtbar, von wo aus die Tour auch gestartet wird. Übernachtet wird dann auf Mont Blanchöhe im Refugio Jose Ribas auf 4800 Metern Höhe, bevor dann am nächsten Tag um ca. 1 Uhr nachts der Gipfelsturm gestartet wird. Immer noch 5.897 Meter misst unser stolzes Ziel, das vor der Runtervermessung noch als 6.000er galt.

Ein echter 6.000er ist dann aber unser nächstes Ziel, als Höhepunkt der Reise wird nämlich der 6.268 Meter hohe Chimborazo bestiegen, der höchste Berg Ecuadors. Ausgangspunkt ist hier das hübsche Andenstädtchen Riobamba und übernachtet wird in der Wymperhütte, knapp über 5.000 Meter hoch gelegen. Für den Gipfelsturm bleiben somit immer noch fast 1.300 anstrengende Höhenmeter übrig, die konditionellen Grundlagen sollten also vorhanden sein. Zudem erfordern natürlich sowohl der Chimborazo als auch der Cotopaxi ein hohes Maß an bergsteigerischer Erfahrung, vor allem im Firnbereich.

Über Quito geht es dann zurück nach Hause.

Paramos-San-Gabriel

Tour-Info

Highlights

  • Vulkane
  • Reservate
  • Guandera
  • Laguna Cuicocha
  • Fuya Fuya
  • Imbabura
  • Pichincha
  • Nordecuador
  • La Esperanza
  • Otavalo
  • Quito
  • Cotopaxi
  • Chimborazo

Dauer dieser Tour: 21 Tage

Unser nächsten Termine

  • 3. bis 23. Januar 2017
  • 5. bis 25. Juli 2017

Gerne führen wir diese Tour auch zu Ihrem individuellen Wunschtermin durch.

Preise (pro Person)

  • Ab 2 Teilnehmern: 2.395 Euro
  • Ab 4 Teilnehmern: 2.195 Euro
  • Ab 6 Teilnehmern: 2.095 Euro

Eingeschlossene Leistungen

  • Flughafentransfer
  • Transfers im Land mit Bussen und Taxen
  • alle Übernachtungen in einfachen, landestypischen Unterkünften und Berghütten
  • Reiseleitung vor Ort
  • Eintritte Nationalparke
  • Organisierte Bergtouren auf Cotopaxi und Chimborazo einschließlich Führer, Verpflegung und Leihausrüstung
  • Geführte Wanderungen

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Flug
  • Reiseunfall- und Krankenversicherung
  • Reisegepäcks- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Nicht ausgeschriebene Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Teilnehmerzahl

  • Mindestens: 2
  • Maximal: 10

Weitere Infos

  • Eine gute allgemeine Fitness ist gewünscht und praktisch unerlässlich.
  • Eiserfahrung ist sehr von Vorteil - aber nicht zwingend erforderlich.

Verlängerungsmöglichkeit: Wir bieten ein umfangreiches Angebot an Tourbausteinen, die mit dieser Reise kombiniert werden können.

Tour-Verlauf

1. Reisetag: Ankunft in Quito

Am Tag der Ankunft steht nur noch ein kurzer Stadtbummel an, abgeschlossen wird der Tag mit weiteren Informationen zum Land und zur bevorstehenden Tour bei einem landestypischen Abendessen.

Guandera

2. Reisetag: Panecillo

Schon am 2.Tag werden wir unseren ersten 3.000er besteigen, nämlich den diese Marke nur knapp übersteigenden Panecillo (kleines Brötchen) mit seiner mehr als unförmigen Aluminiumstatur Virgen de Quito. Das schönste an diesem Berg aber ist, das die komplette Tour per Taxi durchzuführen ist. Auch unser erster Markt kann hier oben besucht werden, selbstverständlich bei herrlichen Blicken über die gesamte Stadt. Danach folgt das Mittagessen.

Den Nachmittag widmen wir dann komplett der kolonialen Altstadt. Hier können natürlich noch nicht alle Sehenswürdigkeiten angeschaut werden, doch Highlights wie die Plaza de Independencia, die Regierungsgebäude, die Kathedrale, die Casa de Sucre und die Iglesia San Augustin werden wir wohl schaffen. Dazu durchwandern wir den Parque Alameda, Quitos ältesten Park, in der Nähe nehmen wir auch das Abendessen ein.

3. Reisetag: Fahrt nach San Gabriel

Nun führt unser Weg die Strasse der Vulkane entlang in den äußersten Norden des Landes in das lebendige Andenstädtchen San Gabriel. Es handelt sich hierbei um eine äußerst Aussichtsreiche Fahrt. Wir übernachten in dem untouristischen Andenstädtchen und schauen uns am Nachmittag noch die Plaza de Armas und die wenigen Sehenswürdigkeiten an.Dann Aufstieg Guandera

In direkter Nähe befindet sich hier die ökologische Station Guandera, unser nächstes Ziel, mitten in dichtem Bergurwald gelegen. Mit Taxi nähern wir uns ihr an bis Mariscal Sucre, einen kleinen Weiler mitten in den kargen Hochflächen der Ostkordilliere gelegen. Von hier aus benötigen wir noch eine gute Stunde Fußmarsch um die 3.400 Meter hoch gelegene Station zu erreichen. Hier werden wir Mittagessen und am Nachmittag schon mal die nähere Umgebung der Station unter die Lupe nehmen. Einfaches, landestypisches Abendessen in der Station.

La-Esperanza-mit-Cayambe

4. Reisetag: Loma Corazon

Heute werden wir eine Eingehtour in die Paramos unternehmen, wo mit viel Glück Pumas oder der selten gewordene Brillenbär zu sehen sind. Unser erster Gipfel heißt Loma Corazon und bietet mit seinen gut 3.800 Metern Höhe eine ideale Akklimatisationstour. So werden wir den kompletten Tag unterwegs verbringen, urige Primärwälder, Kakteen und Sträucher säumen unseren Weg. Herrlich ist der Blick über die Weite des ecuadorianischen Paramos. Spätestens zum Abendessen finden wir uns dann aber wieder in der Station ein, wo auch übernachtet wird. Vorher nehmen wir natürlich am urigen Hüttenleben teil.

5. Reisetag: Mirador

Die nächste Tour wird schon etwas länger, wir überschreiten mehrere kleinere Paramogipfel und besteigen den immerhin über 4.000 Meter hohen Mirador. Mittlerweile sind im Parkgebiet gut sichtbare Pfade zu finden, leider um sie herum auch manchmal die Vorboten der Zivilisation in Form von liegen gebliebenen Trinkflaschen oder Verpackungen. Die Landschaft drumherum ist dafür umso schöner, sie ist geprägt von dichten Bergurwäldern, weiten Steppenlandschaften und sogar einem wunderschönen Wasserfall. Natürlich hoffen wir auch einen Puma oder einen der noch selteneren Brillenbären zu Gesicht zu bekommen, aber die Chancen sind eher gering. Früher Aufbruch erhöht sie allerdings deutlich. Der ist sowieso von Vorteil, denn die Tour ist lang. Dafür sind die Ausblicke noch weiter als am Vortag, sogar Kolumbien rückt in unser Blickfeld. Auch heute finden wir uns zum Abendessen wieder in der Guandera Station ein. Den Abend verbringen wir dann wieder mit den Arbeitern und den Praktikanten.

6. Reisetag: Rundtour

Noch eine weitere Eingehtour steht auf dem Programm, ein weiterer Paramoberg, der wie so viele hier nicht näher bezeichnet oder benannt ist. Kartenmaterial ist noch ein Fremdwort für diese Region. Heute imponieren vor allem die Tiefblicke, Mariscal Sucre ist durch ein großes, flächiges, rotes Dach von überallher zu erkennen, auch das Tal von San Gabriel ist zu sehen. Nach der Tour schauen wir uns noch die Projekte von Guandera näher an, wie z.B. die Piscinas, die Wetterstation oder die Kartoffelfelder. Die Station Guandera ist im Besitz der Umweltorganisation Jatun Sacha, die ihren Sitz in Quito hat und und neben Guandera noch 2 weitere ökologische Stationen besitzt, nämlich Jatun Sacha im Oriente bei Tena und Bilsa im küstennahen Nebelwald. Wir verbringen noch eine letzte Nacht in der Höhe, mit Abendessen, Kartenspielen und Übernachtung.

Laguna-Mojada-Yana-Urcko

7. Reisetag: Fahrt nach Otavalo

Danach verlegen wir unseren Standort nach Otavalo, bekannt für seinen samstäglichen Indigenamarkt, wo alles irgendwie verkaufbare angeboten wird.

Dazu steigen wir von Guandera ab nach Mariscal Sucre und nehmen von dort aus ein Taxi nach San Gabriel. Von hier erfolgt die Weiterfahrt nach Otavalo, wo wir unser Hotel beziehen. Am Abend steht dann ein Restaurantbesuch an, wo uns mit etwas Glück einheimische Straßenmusiker mit traditioneller Andenmusik beglücken.

8. Reisetag: Laguna Cuicocha, Markt

Die meisten Gäste besuchen Otavalo wegen dem samstäglichen Indigenamarkt, dem bedeutendsten von ganz Südamerika. Alle möglichen Andenken gibt es hier zu kaufen, Steine, Skulpturen, Bücher oder Karten. Dazu besteht selbstverständlich ein mehr als reichhaltiges Angebot an kulinarischen Spezialitäten, ja sogar lebende Tiere kann man erwerben. Doch am interessantesten sind sicherlich die vielfältigen Webeartikel. Ponchos, Hosen, Pullover, Jacken, alles was das Herz begehrt kann man hier erstehen, in der Tradition der Otavalenos, einem Indigenastamm der es mittlerweile mit der Weberei zu einigem Wohlstand bringen konnte. Hier kann man sich im Handeln üben und ganz nebenbei interessante Mitbringsel für die Daheimgebliebenen erstehen. Am Nachmittag nehmen noch den Innenstadtbereich von Otavalo unter die Lupe. Zum Abschluss folgt wiederum ein Abendessen mit traditioneller Musik.

Doch wir machen uns auf ins Umland der Stadt, wo mit der Kraterlagune Cuicocha eines der einzigartigsten Naturwunder des Landes auf uns wartet. Laguna Cuicocha heißt Meerschweinchensee, immerhin 200 Meter tief ist diese intensiv gefärbte Kraterlagune. In ihrer Mitte erheben sich zwei kleine Inselchen, die Isla Theodoro Wolf und die Isla Yerovi. Die Wanderung ist zwar nicht ganz kurz, aber völlig unschwierig. Von der Picknickzone aus kann man den gesamten See umrunden, auf komplett gut angelegten Wegen. Die Region gehört zum Nationalpark Reserva Ecologica Cotocachi y Cayapas, welcher 200.000 ha umfasst. Kaninchen und Wölfe können mit mehr oder weniger Glück gesichtet werden, selbst Pumas soll es hier geben, die sind allerdings so gut wie nie zu sehen. Zudem kann man organisierte Bootsfahrten um die Inseln herum buchen, dazu gibt es ein einfaches Hotel und ein kleines Restaurant wo man frische Forellen bekommen kann. Diese herrliche Rundwanderung im Naturschutzgebiet kann gut als Tagestour von Otavalo durchgeführt werden. In leichtem Auf- und Ab kann die tiefblaue Kraterlagune auf guten Wegen umrundet werden, mit prachtvollen Tiefblicken auf den See.

Oben gibt es nicht nur atemberaubende Tiefblicke, direkt vor unserem Blickfeld erhebt sich eine gewaltige Vulkangestalt. Der erloschene Cotacachi gehört mit immerhin 4939 Metern Höhe zu den ganz Großen des Landes. Man fühlt sich fast an afrikanische Steppenlandschaften erinnert. Ein spannender Pfad führt direkt über dem See zwischen typischer Hochlandvegetation und grandiosen Steilklippen am ehemaligen Vulkankrater entlang.

Cotopaxi-Gipfel

9. Reisetag: Fuya Fuya

Otavalo ist auch der Ausgangspunkt für unsere erste größere Bergtour auf den Vulkan Fuya Fuya (4.293 m). Hierfür fahren wir mit dem Taxi von Otavalo zur nahe gelegenen Laguna Mojanda, einem tiefblauen Kratersee, der den Ausgangspunkt einiger interessanter Wanderungen bildet. Unser Ziel ist der erloschene Vulkan Fuya Fuya, nur 500 Meter höher rechts über der Seeoberfläche. Der Grossteil des Anstieges erfolgt über gut begehbare Pfade, am steinigen Gipfelgrat wird der Wegverlauf komplizierter und es müssen dann hin und wieder die Hände zur Hilfe genommen werden. Nach der Gipfelbesteigung mit phantastischen Ausblicken umrunden wir noch einen Teil des Sees, die gesamte Lagune jedoch wäre zu weitläufig. Dabei fallen besonders die schwarzen Felsformationen des Jana Urku ins Auge, welche über der anderen Seeseite aufragen. Am Auslauf der Laguna holt uns das Taxi wieder ab und bringt uns zurück nach Otavalo.

10. Reisetag: La Esperanza mit Wanderung durch die Felder

Heute verlassen wir Otavalo in Richtung Ibarra und besichtigen eventuell auf Wunsch kurz die weiße Stadt. Der Name rührt allerdings nicht von den weiß getünchten Kolonialgebäuden der Stadt, sondern stammt aus der Zeit als „weiße" Spanier hier 1606 die erste christliche Siedlung zwischen Quito und Kolumbien gründeten. Interessant sind hier vor allem die ethnische Vielfalt und der alte Lokschuppen am Bahnhof. Dazu besuchen wir 2 Baumbestandene Plätze im Zentrum. Altertümliche Transportkutschen säumen das Stadtbild, gegen Aufpreis kann eine Fahrt organisiert werden. Leider wurde Ibarra 1868 durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört, sodass nur wenige alte Straßenzüge erhalten geblieben sind. Übernachten tun wir aber nicht im etwas eintönig wirkenden Ibarra, sondern noch ruhiger in dem kleinen Bergdorf La Esperanza. Das idyllische Andendörfchen wird mit dem Bus erreicht und trägt den verheißungsvollen Namen die Hoffnung. Zahlreiche Wanderungen sind von hier aus möglich. Wir wandern noch ein wenig über recht flach angelegte Wege durch die blühende Felderlandschaft um La Esperanza, darauf achtend uns nicht zu sehr zu verausgaben denn morgen wartet ja der Imbabura.

11. Reisetag: Imbabura

Zweifellos die interessanteste Tour um La Esperanza ist natürlich der 4.682 Meter hohe Vulkan Imbabura.

Taita Imbabura wird der Berg auch genannt, Vater also, bildet er doch mit dem Cotocachi zusammen ein Gottheitenpaar, welches schon weit vor der Inkazeit verehrt wurde. Zu den ganz Großen des Landes oder gar der Anden gehören beide natürlich nicht, trotzdem bilden sie interessante Tourenziele auf aussichtsreiche und freistehende Vulkanberge. Gletscher oder Firn sind dabei nicht anzutreffen, auch im Fels halten sich die Schwierigkeiten in sehr engen Grenzen. Ausbruchgefährdet ist der Vulkan ebenfalls nicht mehr, gehört er doch seit langem zu den Erloschenen seiner Zunft.

So geht es am frühen Morgen erst mal in Richtung Zuleta und kurz vor der Brücke das rechtsseitige Sträßchen hoch. Ein Teil dieses Weges lässt sich auch mit einem geländegängigen Taxi bewältigen. Ein kleiner Parkplatz oder zumindest Wendeplatz bildet das Ende der fahrbaren Strecke, nun wird der Weg deutlich schmaler, behält aber die Richtung bei und der Pfad ist gut zu finden. Etwas später wendet sich dieser nach links und steigt in einigen Serpentinen über eine Art Grat dem Kraterrand entgegen. Die Spuren werden etwas undeutlicher. Einige Felspassagen können leicht umgangen werden, immer wenn es nach Schwierigkeiten aussieht verflüchtigen sich diese auch sofort wieder. Nach einem anstrengenden Steilstück ist der Kraterrand geschafft, leichte Felsstufen leiten zum Vorgipfel. Hier denkt man zuerst die Tour sei schon zuende, im Nebel ist der Hauptgipfel auf der anderen Kraterseite nicht zu erkennen, doch leiten Pfadspuren weiter am Krater entlang. Allerdings geht es deutlich bergab und zwar durch felsiges, heikel brüchig aussehendes Gelände. Allzu weit geht es nicht bergab, auch die Kletterstellen sind absolut problemlos, höchstens erster Grad. Bald stehen wir vor dem felsigen Gipfelaufbau, wieder sieht alles schwieriger aus als es ist. Immer wieder findet sich ein leichter Durchschlupf und vielleicht 30-50 Höhenmeter später ist der aussichtsreiche Gipfel erreicht. Interessant sind vor allem die Tiefblicke auf die 100.000 Einwohnerstadt Ibarra.

Der Abstieg erfolgt komplett auf dem Aufstiegsweg. Um nicht in Zeitnot zu kommen übernachten wir heute noch mal in La Esperanza, wo auch das Abendessen eingenommen wird.

Chimborazo-von-Riobamba

12. Reisetag: Fahrt nach Quito

Nach den Bergtouren steht nun wieder eine Busfahrt auf dem Programm, zuerst geht es von La Esperanza zurück nach Ibarra, wo ein Bus nach Quito gechartert wird. Vom Terminal fahren wir dann zuerst ins Hotel um das Gepäck loszuwerden, danach folgt ein verspätetes Mittagessen. Der Nachmittag ist zur freien Verfügung, der Abend ebenfalls. Da Morgen kein allzu anstrengendes Programm angesetzt ist, eine gute Gelegenheit sich in Quitos Nachtleben zu stürzen. Gerade das Viertel Mariscal bietet einige Möglichkeiten.

13. Reisetag: Vorbereitung Cotopaxi

Heute ist erst mal Ausschlafen angesagt, dann finden wir uns bei unserer ecuadorianischen Partneragentur ein, um alle Vorbereitungen für die Cotopaxibesteigung zu treffen. Hier wird die Ausrüstung für die Tour zusammengestellt, es können Schuhe und Steigeisen probiert werden. Auch lernen wir schon mal unseren Bergführer kennen. Danach sehen wir uns noch etwas in Quitos Nordstadt um und testen die zahllosen Einkaufsmöglichkeiten. Vor allem die berühmte Avenida Amazonas nehmen wir genauer unter die Lupe. Auf der breiten Promenade finden sich viele Touristen und reichere Ecuadorianer. Aber auch die negativen Seiten der Stadt bleiben uns nicht verborgen. Bettelnde Kinder, alte oder kranke Einheimische versuchen hier ihr karges Einkommen ein wenig aufzubessern. Auch das ist Südamerika. In einem der vielen Restaurant gehen wir dann Abendessen, morgen gibt es nur noch die karge Hüttenmahlzeit. Um für den nächsten Tag fit zu sein gehen wir dann früh schlafen.

14. Reisetag: Pichincha

Wenn alles glatt gegangen ist kann noch eine Bergtour nach Wunsch von Quito aus gemacht werden. Je nach Bedarf wäre hier der Pichincha möglich, der allerdings manchmal ausbruchgefährdet ist, die frühere Überfallgefahr ist durch den neuen Teleferico gebannt.

Eine schöne Alternative wäre der Corazon oberhalb von Machachi.

Ein Weg führt durch den Paramo durch immer dem Berg entgegen. Über den Nordgrat steigen wir dann dem wuchtigen Gipfelaufbau entgegen, bis wir den Nordwestfuß des Berges erreicht haben. Rechts befindet sich nun ein zweiter, etwas niedrigerer Berg, sicher auch über 4.500 Meter hoch. Über den rechten Grat lässt sich dieser namenlose Gipfel mit einem zusätzlichen Zeitaufwand von einer halben Stunde leicht mitnehmen. Aber zurück zum Corazon. Den besteigt man über den linken Grat, lose Wegspuren erleichtern den Aufstieg. Es geht nun über dunkles Lavagestein, die Form des Berges wirkt von hier ähnlich einem Alpendreitausender. Die Felsstufen sind schnell überwunden, nur selten muss man die Hände zur Hilfe nehmen, auch der Weg ist leicht zu finden, es gibt keine wirkliche Alternative zum Grat. Kurz darauf steht man auch schon auf dem geräumigen Gipfeldach, vor allem der in perfekter Kegelform aufragende Eisvulkan Cotopaxi zieht die Blicke auf sich, wenn er sich nicht wieder mal im Nebel versteckt. Noch näher liegt der ebenfalls eisgepanzerte Doppelgipfel der Illinizas, auch er überschreitet die 5.000 Meter Marke deutlich. Im Norden ragt der etwa gleich hohe Pichincha direkt über Quito auf.

15. Reisetag: Refugio Jorge Ribas

Dann geht es los - dem ebenmäßigen Eisvulkan entgegen.

Mit dem Geländewagen und indigenem Führer geht es dann endlich los, zuerst Richtung Machcachi, von wo aus dann in den Cotopaxinationalpark eingebogen wird. Nachdem wir am Eingang die fällige Gebühr entrichtet haben, fahren wir durch ursprüngliche Landschaften mit vielfältiger Pflanzenwelt und unzähligen Vicunas dem großen Ziel Cotopaxi entgegen. In engen Serpentinen windet sich die Sandpiste der auf Mont Blanc Höhe gelegenen Hütte entgegen, bis ein kleiner Parkplatz auf gut 4.400 Meter das Ende der Fahrstrecke anzeigt. Jetzt wird es mühsam, die Ausrüstung und die große mit dem Auto überwundene Höhe machen sich bemerkbar, der Weg besteht aus extrem rutschigem und deshalb mühsam zu begehenden Sand. Zum Glück sind es nur 350 Höhenmeter zur Hütte, dem Refugio Jose Ribas auf 4.800 Metern, und wir haben unendlich viel Zeit dafür. Trotzdem ist die Hütte recht schnell erreicht. Auch viele Tagesausflügler sind hier unterwegs, es überwiegen jedoch die Cotopaxiaspiranten. Den Rest des Tages kann man sich mit kleinen Erkundungstouren durch die vielfarbigen Gesteinsformationen des steilen Vulkankegels vertreiben. Wer möchte kann natürlich auch einfach nur faulenzen, denn außer dem Abendessen und dem Zurechtlegen der Ausrüstung gibt es für heute kein Programm mehr. Früh geht es dann zu Bett, bzw. auf die einfachen Holzpritschen, wo wir versuchen ein wenig zu schlafen.

Imbabura-Ecuador

16. Reisetag: Gipfeltag Cotopaxi

Um 12 geht dann der Wecker und nach dem Frühstück wird spätestens um 1 zum Gipfel aufgebrochen. Das ist nötig, da die heiße Äquatorsonne sehr schnell das Eis und die Schneebrücken über die Spalten aufweicht.

Der Cotopaxi streitet sich mit dem Ojos de Salado um den Titel höchster Vulkan der Erde und ist auf jeden Fall deutlich aktiver als jener. Vor einigen Jahren schmolzen bei einem Ausbruch Teile der Eiskappe ab und eine gewaltige Schlammlawine zerstörte große Teile des nahegelegenen Städchens Latacunga mit einigen Todesopfern.

Mittlerweile ist der Cotopaxi etwas runtervermessen worden auf 5.895 Meter, galt er doch früher mit 6.005 Metern als echter 6.000er. Wer aber seine ebenmäßige Eiskappe das erste Mal sieht wird sich wenig für derartige Zahlenspiele erwärmen, handelt es sich doch praktisch um das Idealbild eines eisbedeckten Vulkanes schlechthin. Von der Hauptstadt Quito aus ist er bei guten Sichtbedingungen schon zu sehen und bildet somit eines der Wahrzeichen der Stadt.

Wir besteigen im Scheine der Stirnlampen die ersten Eisfelder, zuerst geht es moderat bergauf. Weiter oben wird das Gelände steiler, bis zu 45° steile Eisflanken müssen überwunden werden. Etwa 8 Stunden später stehen wir auf dem weitläufigen Kraterrand, bei guter Sicht liegt ganz Ecuador unter uns. Doch wir müssen auch noch herunter, nun erst können wir die weiß glänzenden Firnflächen richtig sehen und ihre erhabene Schönheit genießen. Von der Hütte geht es dann zurück zum Fahrzeug und weiter nach Quito. Der Rest des Tages ist Ausruhen angesagt.

17. Reisetag: Ruhetag Quito

Der heutige Tag steht als Reservetag zur Verfügung falls es am Cotopaxi Probleme gibt, oder bietet sich als Ruhetag nach dem Gipfelsturm an.

18. Reisetag: Refugio Whymper

in echter 6000er ist dann aber unser nächstes Ziel, als Höhepunkt der Reise wird nämlich der 6.268 Meter hohe Chimborazo bestiegen, der höchste Berg Ecuadors. Übernachtet wird in der Wymperhütte, knapp über 5.000 Meter hoch gelegen. Für den Gipfelsturm bleiben somit immer noch fast 1.300 anstrengende Höhenmeter übrig, die konditionellen Grundlagen sollten also vorhanden sein. Die Hütte kann komplett mit dem Allradfahrzeug angefahren werden, mittlerweile dürften wir gut genug akklimatisiert sein. Trotzdem ist eine kleine Wanderung ratsam, so können wir auch den ersten Teil des Aufstiegs schon mal erkunden. Wiederum wird früh zu Abend gegessen, und die Ausrüstung parat gemacht. Auch hier findet man der Höhe und Kälte wegen nur unruhigen Schlaf und wiederum geht der Wecker um 12 Uhr in der Nacht.

19. Reisetag: Gipfeltag Chimborazo

Der höchste der erloschenen Vulkane Ecuadors und seit der Neuvermessung des Cotopaxi auch der einzige verbliebene 6.000er bildet natürlich eines der beliebtesten Bergziele des Landes, wenn nicht gar der gesamten Anden. Kein Wunder, denn nur wenige Berge dieser Größenordnung sind so schnell und ohne übergroße alpinistische Schwierigkeiten zu erreichen. Lange Zeit galt der Chimborazo als höchster Berg der Erde, bevor noch größere Bergriesen in Asien entdeckt wurden. Nimmt man allerdings die Entfernung von Erdmittelpunkt zum Maßstab wäre er tatsächlich der höchste Berg der Welt, denn aufgrund der Ellipsenform der Erde ist nichts weiter vom Erdmittelpunkt entfernt als der Chimborazogipfel. Der erste ernsthafte Gipfelaspirant war kein Geringerer als der berühmte Forschungsreisende Alexander von Humboldt im Jahr 1802. Angeblich gelangte er auf über 5800 Meter Höhe, also weit in die Gletscherzonen hinein, bevor ihn das Wetter und große Spalten zum Umkehren zwangen. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, das er weiter unten umkehren musste, bleibt es im Angesicht der damaligen Zeit und Mittel eine durchaus beachtliche Leistung. Später versuchte sich auch Simon Bolivar am Chimborazo, stieg aber nur bis zur Schneegrenze. Der wirkliche Erstbesteiger war dann zwar etwas weniger berühmt, aber ebenfalls alles andere als ein Unbekannter. Edward Whymper hatte sich mit Antoine Carrel zusammengetan um am 4. Januar 1880 dem Chimborazo aufs eisige Haupt zu steigen. Heute sind der Hauptgipfel und auch eine der beiden Hütten am Berg nach dem berühmten Engländer benannt.

Lange Eispassagen mit einigen Spalten überwinden wir im Scheine unserer Stirnlampen. Aber 1.300 Höhenmeter zwischen 5.000 und 6.300 Metern sind auch kein Pappenstiel, der Aufstieg gestaltet sich mühsam und langwierig. Umso schöner ist die Aussicht am höchsten Punkt über hunderte von Kilometern, ein wahrhaft erhabenes Gefühl. Doch herunter müssen wir auch noch, um nicht noch mal in der Hütte übernachten zu müssen fahren wir noch zurück nach Quito. Dort warten eine Dusche, gutes Essen und ein kühles Bier.

Wymperhuette-Chimborazo

20. Reisetag: Reservetag Quito

Heute ruhen wir uns vor allem von den Besteigungsstrapazen aus. In Quito feiern wir ein wenig den Gipfelerfolg, bei schlechtem Wetter an einem der beiden großen Berge haben wir hier auch noch einen Reservetag.

21. Reisetag: Rückflug

Der traurigste Tag der Tour denn nun geht es nach Deutschland zurück. Selbstverständlich begleitet sie unser Reiseleiter noch zum Flughafen, und nach der Verabschiedung geht es mit Zwischenstopp in Madrid zurück nach Hause. Vorher aber überfliegen wir noch mal Ecuador. Interessante Tiefblicke auf die Anden und das Amazonasgebiet rufen uns die vielen außergewöhnlichen Erlebnisse auf der Tour noch mal in Erinnerung und bieten reichlich Nahrung für neue Reiseideen und Tourenpläne. Es muss ja nicht das letzte Mal Südamerika gewesen sein.

 

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