3 Ländertour durch die Anden in die Wüste

Rundreise durch die Anden von Peru über Bolivien nach Chile: Colca Canyon, Machu Pichu, Titicacasee, La Paz, Salar de Uyuni und San Pedro de Atacama.

Peru, Bolivien und Chile - 3 Länder in einer einzigen Reise. Den Schwerpunkt dieser Tour bildet Peru. Wir starten in der Küstenregion um Lima, Ica und Paracas, besuchen Arequipa und den Colca Canyon und zweimal den Titicacasee. Einmal in Peru bei Puno und landschaftlich noch eindrucksvoller die Region um Copacabana in Bolivien.

Cusco und Machu Pichu sind natürlich ein Muss auf unserer Südamerikareise, ebenso wie die bolivianische Metropole La Paz und die gigantische Salzpfanne des Salar de Uyuni. Kakteenbedeckte „Inseln", buntgefärbte Vulkanberge, sprudelnde Geysire, Termalbäder und vielfarbige Lagunen erwarten uns dort.

Über La Paz erheben sich wilde Erpyramiden mit der markanten Felsgestalt der Muela de Diablo als kröhnendem Aufsatz. In Chile beschränken wir uns auf die Region von San Pedro de Atacama mit den sehenswerten Sand und Felsfomationen des Valle de Luna bevor wir von Calama zurück in die Heimat fliegen. Wer möchte kann dabei einen Zwischenstopp in Santiago de Chile einlegen.

Tour-Übersicht:

Wir starten in Peru mit der gigantischen Hauptstadt Lima und der Küstenregionen um Ica, Huacachina und der Islas Ballestas bei Paracas.

Die zweitgrößte Stadt Perus, Arequipa, nebst dem nahegelegnen Colcacanyon ist ebenfalls einen Besuch wert. Fast immer lassen sich dort Condore beobachten. Weiter geht es nach Puno, wo uns der Titicacasee mit den Uruinseln und den Ruinen von Sillustani erwartet. Das nächste Highlight heißt Cusco. Neben Machu Picu gibt es dort noch weitere sehenswerte Ruinekomplexe wie Pisaq, Saqsayhuaman oder Ollantaytambo zu besuchen.

In Bolivien steht zuerst der Wallfahrtsort Copacabana auf dem Programm, direkt am schönsten Teil des Titicacasees gelegen. Wir besteigen den Calvarienberg und durchwandern die Isla de Sol. Eine der reizvollsten Landschaften Boliviens. Natürlich darf der Regierungssitz nicht fehlen. Die Andenmetropole La Paz hat einiges zu bieten: Koloniale Gebäude, bizarre Landschaften und atemberaubende Gletscherberge. Wir besteigen die Muela de Diablo, einen wilden Felzacken über der Südstadt, welcher leicht zu erreichen ist und phantastische Ausblicke bietet.

Von Uyuni aus starten wir unsere Tour über den größten Salzsee der Welt, den Salar de Uyuni.
Weiter südlich wartet Bolivien dann mit imposanten Vulkanwüsten auf, gespickt mit seltenen Tierarten, bunt schimmernden Lagunen, wilden Felsgestalten, sprudelnden Geysiren und wohltuenden Thermalbädern.

Den Abschluss bildet dann Chile. Im bekannten Ferienort San Pedro de Atacama besuchen wir noch das Valle de Luna, welches mit imposanten Stein- und Sandwüstenlandschaften aufwartet. Über Calama und Santiago fliegen wir zurück nach Europa.

Tour-Info

Highlights

  • Highlights:
  • Huacachina
  • Islas Ballestas
  • Arequipa
  • Colca Canyon
  • Titicacasee
  • Cusco
  • Mach Pichu
  • Copacabana
  • La Paz
  • Salar de Uyuni
  • San Pedro de Atacama

Termine

  • 10. bis 29. Mai 2017
  • 2. bis 21. Oktober 2017

Weitere Termine auf Anfrage

Preise (pro Person)

  • Ab 2 Teilnehmern: 2.995 Euro
  • Ab 4 Teilnehmern: 2.645 Euro
  • Ab 6 Teilnehmern: 2.545 Euro

Teilnehmerzahl: 2-12 Personen

Eingeschlossene Leistungen

  • alle Transfers
  • Übernachtungen
  • Eintritte
  • Reiseleitung je nach Gruppengrösse auf Deutsch oder mindestens Englisch
  • Frühstücke, Vollverpflegung auf dem Teil Salar de Uyuni
  • Busfahrten, bzw. wo sinnvoll und nötig Privatransport (wo richtet sich auch nach der Gruppengrösse)

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Flug
  • Reiseunfall- und Krankenversicherung
  • Reisegepäcks- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Nicht ausgeschriebene Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Weitere Infos

Eine gute allgemeine Fitness ist für diese Tour gewünscht und sehr von Vorteil.
Wir bieten ein umfangreiches Angebot an Tourbausteinen, die mit dieser Reise kombiniert werden können.

Tour-Verlauf

1. Reisetag: Ankunft in Lima

Am Vormittag schauen wir uns einen Teil der Innenstadt an, dabei ist vor allem die Plaza de Armas interessant, welche umrahmt von diversen Regierungsgebäuden wahrlich gigantische Ausmaße erreicht. Von hier aus werden sämtliche Entfernungen in ganz Peru gemessen. Nebenan eine Kirche mit einem fast schon makaberen Denkmal, Francisco Pizarro wird hier geehrt, ein spanischer Schweinehirt, auf den das Ganze Elend dieses Kontinentes zurückgeht, aber natürlich auch der unermessliche Reichtum der peruanischen Oberschicht, ihm wollen wir nicht allzu lange huldigen. Da schauen wir uns lieber das bunte Treiben des Mercado Central an. Hier gibt es schon mal eine Vorschau auf das, was uns in Peru erwartet. Alle möglichen Kunstgegenstände kann man hier erwerben, allerdings auch durchaus europäische Güter wie CDs oder Bücher.

Weiterfahrt nach Ica

2. Reisetag: Huacachina Sanddünenwanderung

Früh am Morgen begeben wir uns zur nahe gelegenen Oase Huacachina, eingebettet in mächtigen Sanddünen. Genau die werden wir uns vornehmen, da es hier tagsüber sehr heiß werden kann, starten wir die Tour am frühen Morgen. Zuerst ist der Sand hart und gut begehbar, je steiler das Gelände wird, umso mühsamer wird der Anstieg. Man rutscht fast mehr zurück, als das man Höhe gewinnt. Eine wirklich gute Übung für die späteren Vulkanbesteigungen. Ein wenig von der Oase entfernt fühlt man sich wirklich wie in der Sahara. Nach der eher kurzen Tour werden wir unser Hotel in Huacachina beziehen und danach Mittagessen. Der Nachmittag ist zu heiß für größere Aktivitäten, aber es stehen Hängematten für uns bereit. Wer noch Energie hat kann sich am Abend unter kundiger Anleitung im Sandboarden üben, dazu muss allerdings noch mal eine Düne bezwungen werden. Abendessen und Übernachtung erfolgen in Huacachina.

3. Reisetag: Tour Islas Ballestas und Nachtbus nach Arequipa

Von Ica ist es nur ein Katzensprung nach Paracas, dem Ausgangspunkt für unsere Bootstour zu den Islas Ballestas. Eine wild zerklüftete Inselgruppe mit einigen Klippen und ungewöhnlichen Felsen. Dazu gibt es weite Sandstrände und eine stattliche Anzahl exotischer Tierarten. Pelikane, Blaufußtölpel, Biguascharbe usw. usw. doch die Hauptattraktion sind sicherlich die 2,5 Meter langen braunschwarzen Seelöwen, die das Meer nach Nahrung durchpflügen. Mit etwas Glück sind sogar durchziehende Delphine zu sehen. Da die Inseln nicht betreten werden dürfen, schauen wir uns die Tiere vom Boot aus an.

Dann verlassen wir die chillige Oase und begeben uns per Taxi zurück nach Ica. Nachdem wir uns noch etwas die Innenstadt angeschaut haben, startet von hier aus die Busfahrt nach Arequipa. Diese führt wiederum durch äußerst interessante Landstriche mit Dünen, Küste und später über 4000 Meter hohen Andenpässen. Etwa 15 Stunden benötigt unser Bus für die Strecke, doch glücklicherweise haben wir Liegesitze und einen recht luxuriösen Bus. Auch die Mahlzeiten werden im Bus gereicht, sodass eine angenehme Fahrt zu erwarten ist.

4. Reisetag: Stadt Arequipa

Dieser Tag steht im Zeichen der Ankunft in Arequipa. Nach der langen Busfahrt ist es sicher in jedermanns Sinn zuerst einmal das Gepäck loszuwerden und das Hotel zu beziehen. Wahlweise kann dann der Nachmittag zum Ausruhen genutzt werden, wer möchte kann auch eine erste kurze Stadtführung mitmachen. Am Abend geht es auf jeden Fall noch mal in die Stadt, nämlich um ein landestypisches Restaurant für das Abendessen aufzusuchen. Dieser Name bezieht sich nicht, wie man vielleicht erwarten könnte auf die weiß getünchten Kolonialbauten der Stadt, sondern vielmehr auf die Tatsache das sie früher vor allem von hellhäutigen Einwanderern bevölkert war. Auch heute besteht ein verhältnismäßig großer Anteil der mittlerweile fast 700.000 Einwohner aus Nachkommen der spanischen Eroberer und Leuten die sich zumindest dafür halten. Ob diese Abstammung übergroßen Stolz hervorrufen muss mag dahingestellt sein, aber in Peru und anderen südamerikanischen Ländern definieren sich breite Teile der Bevölkerung über ihre Hautfarbe. Desto hellhäutiger umso angesehener. Leider akzeptieren auch die dunkelhäutigen Indigena zumindest nach außen hin diese Tatsache und sehen die Bezeichnung Negro (Schwarz) immer noch als Beleidigung. Dieses Denken lässt sich schwer mit dem eigentlich eher verständlichen Stolz Nachfahren der Inka zu sein vereinbaren.

Die Stadt selbst hat sich mittlerweile zur zweitgrößten Stadt Perus gemausert und ist zugleich die wichtigste Metropole zwischen Lima und La Paz. Arequipa sieht sich gern als Konkurrenz zu Lima, kommt aber der Bedeutung der Hauptstadt noch nicht nahe. Dafür ist Arequipa ruhiger und übersichtlicher. Durch die angenehme Distanz zur Küste und die für andine Verhältnisse eher gemäßigte Höhenlage von 2300 Metern herrscht in Arequipa das ganze Jahr über ein mildes und angenehmes Klima.

5. Reisetag: Umland von Arequipa

Nun wird es Zeit die ersten Akklimatisationstouren zu unternehmen, nämlich der Cerro Verde bei Tiabaya in einer ganz seltenen Wüstenlandschaft. Tiabaya ist ein Vorort von Arequipa und noch durch und durch landwirtschaftlich geprägt. Grüne Felder, Tierhaltung und einfache Gebäude prägen das Bild. Von Tiabaya aus fahren wir noch etwas weiter mit dem Taxi einen kleinen Pass hinauf, Cerro Verde genannt. Von dort starten wir unsere Wanderung, an ärmlichen Hütten mit einigen Hunden vorbei über einen aussichtsreichen Grat zum aussichtsreichen Gipfel mit seiner Madonnenstatur. Doch richtig interessant wird es weiter hinter der Madonna. Sandüberzogene Felsformationen, nur von einigen Kakteen bewachsen prägen das Bild. Noch ein richtig formschöner Gipfel knapp über 3000 Meter lässt sich von hier aus einfach besteigen, mit weitem Blick übers Land. Im Anschluss schauen wir uns noch die unmittelbare Umgebung von Tiabaya an, endlich wieder etwas Grün.
Zum Abendessen sind wir dann zurück in Arequipa.

6. Reisetag: Fahrt nach Chivay in den Colca Canyon

Es ist Zeit für den Colca Canyon zwischen Chivay und Cabanaconde, den tiefsten Canyon der Welt. Dafür chartern wir in Areqiupa ein Fahrzeug nach Chivay, einem Andendörflein von ca. 3600 Einwohnern, dem lokalen Verkehrsknotenpunkt und neben Cabanaconde Hauptort im Colcatal. Auch von hier aus bietet sich noch eine kurze aber interessante Wanderung an, steinerne Ruinen können hier bewundert werden. Wir wandern in eine sattgrünes liebliches Hochtal hinauf mit Llamas, Kühen und Wildbächen. Zum krönenden Abschluss besteigen wir noch einen kleinen Hochrücken mit prächtigen Tiefblicken auf das Colcatal. Übernachtung in Chivay.

7. Reisetag: Cruz del Condor, danach Fahrt nach Puno am Titicacasee

Sehr früh starten wir heute in den Tag, gilt es doch möglichst früh den Mirador Cruz del Condor zu erreichen. Neben tollen Landschaftsformen können hier Condore beim Kreisen beobachtet werden, wofür man aber frühzeitig vor Ort sein sollte. Dabei wandern wir durch tiefgrüne Weideflächen. Wie schon erwähnt ist das gesamte Colcatal sehr fruchtbar, dementsprechend stark ist es auch von der Landwirtschaft geprägt. Vor allem Kartoffeln werden hier angebaut dazu Getreide und auch Gemüse. Die Bauern steigen direkt von der Ernte in den Bus, wobei sie die Früchte ihrer Arbeit in Säcken transportieren und auch für sehr wenig Geld feilbieten. Vom Mirador nehmen wir ein Fahrzeug direkt nach Puno. Wiederum geht es durch atemberaubende Landschaften mit hohen Vulkanen und mehreren Bergseen.

8. Reisetag: Uruinseln am Morgen und Sillustani am Nachmittag

Heute steht dann eine Bootstour auf dem See überhaupt an, wir schippern über den schier endlos weiten und tiefblauen Titicacasee. Dabei steuern wir mehrere der zahllosen Uruinseln an und schauen uns dort um. Das Volk der Uru oder auch Uro ist seit 1958 ausgestorben, trotzdem versuchen ihre Nachfahren zumindest einen Teil der Urukultur zu erhalten.
Sie nannten sich früher Kot-Suns, „Seemenschen", und galten als das wildeste Volk im Inkareich mit einer sehr dunklen Hautfarbe. Da die Urus sich bei Auseinadersetzungen immer auf ihre Schilfinseln im Titicacasee zurückzogen, konnten sie von den Inkas nie unterworfen werden. Im 19. Jahrhundert lebten noch etwa 4000 Familien auf den Schilfinseln.
Heute bewohnen noch ca. 1500 bis 2000 Menschen die Schilfinseln. Sie sind als Mestizen durchweg Nachfahren der Aymara und Quetchua und leben fast ausschließlich vom Tourismus. Ungefähr 80 Inseln umfasst das Gebiet mit annähernd hundert Familien, sogar eine Schulinsel ist darunter.

Der Nachmittag gehört dann einer weiteren oft propagierten Sehenswürdigkeit in der Nähe Punos nämlich den Ruinen von Sillustani. Die steil aufragenden Grabtürme befinden sich in einer weitläufigen, grünen Weidelandschaft mit einigen Lagunen durchzogen. Zum Programm gehört ein archäologisches Museum und auf dem Rückweg wird noch ein typisches Bauernhaus besucht, wo wir durch die spärlich ausgestatteten Räume und Ställe geführt werden. Das Hauptkapital der Familie bilden Alpakas und anderen Nutztiere, welche auch entsprechend umsorgt werden. Ein sehr guter Käse wird uns zum Probieren dargereicht, der von der Familie selbst hergestellt wird. Dazu sind Mais und sehr wohlschmeckende Kartoffeln zu haben. Selbstverständlich kann beides auch käuflich erworben werden, oder aber einfach die Portokasse der Familie etwas aufgestockt werden.

9. Reisetag: Fahrt nach Cusco

Spannende Fahrt zuerst am Titicacasee entlang, dann durch wilde Bergformationen und grüne Weidelandschaften. Auf Wunsch einige Fotostopps, auch Ruinen können unterwegs besichtigt werden.

10. Reisetag: Stadt Cusco und nähere Umgebung wie Saqsayhuaman, Kenkko und Pisaq

Wir gehen früh am Morgen los und steigen zur Ruine Intihuatani direkt über Pisac auf. Intihuatani war einer der wichtigsten und heiligsten Orte des Inka Imperiums. Aussicht über fruchtbare Ebenen durch die der Rio Urubamba fließt. Danach setzen wir unsere Reise mit dem Auto durch das heilige Tal bis Urubamaba fort, dort essen wir zu Mittag. Danach fahren wir weiter bis Ollataytambo, einem historischen Städtchen am Ende des heiligen Tals. Die Festung Ollantaytambo war für die Inkas von kultureller und strategischer Bedeutung. Es ist ein Ort wie ein mit Geschichte und Geschichten gefülltes Museum und aus gutem Grund das meistbesuchte Touristenziel im heiligen Tal. Wir schauen uns hier um, danach fahren wir über eine Schotterstraße ein Seitental mit wilden Canyons zu den Ruinen von Pumamarca hinauf. Hier gibt es keinen Tourismus mehr. Es ist schon erstaunlich, wie ursprünglich und einsam es werden kann, wenn man die ausgetretenen Wege verlässt. Im Dorf Pumamarca ist die Zeit stehen geblieben. Die Einwohner leben von Ackerbau und Viehzucht, sie sind sehr aufgeschlossen und freundlich.

Mit dem Auto verlassen wir das heilige Tal der Inkas und fahren zur Ruine Chinchero, einer Festung der Aymara Nation, welche in Machtkämpfe mit den Inkas verwickelt waren. Chinchero wurde von den Inkas eingenommen und die Aymaras wurden Leibeigenen der Sieger, außerdem wurden sie bis ins ferne Puno am Titicacasee zurückgedrängt. Später kamen die Spanier, eroberten Chinchero, zerstörten es und erbauten, als Demütigung des Feindes und zum Zeichen der absoluten Überlegenheit des Christentums, auf und mit dem Mauerwerk von Chinchero ihre Kirche am höchsten Punkt. Ein geschichtsträchtiger, hochinteressanter Ort. Nach der Besichtigung Chincheros fahren wir noch ein Stück ins nahe gelegene Cusco, der Hauptstadt der Inkas, den Mittelpunkt ihres Weltreichs nannten sie selbst den „Nabel der Welt". Stadttour im historischen Zentrum.

Über steile Inkatreppen steigen wir zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt. Großartiger Panoramablick über Cusco. Wir erreichen eine Teerstraße, wo wir in unser Auto steigen, welches uns in kurzer Zeit zu den überaus beeindruckenden Ruinen von Tambomachay, Pucapucara, Quenqo und Sacsaywaman bringt. Diese atemberaubenden Kunstwerke wurden von Meisterhand so perfekt konstruiert, dass sie ihre Erbauer und Jahrhunderte spanischer Zerstörungswut überlebten. Selbst schwere Erdbeben konnten sie nicht dem Erdboden gleich machen.

11. Reisetag: Fahrt nach Ollanta, Ollantaytambo und Zug nach Aguas Calientes

Der heutige Tag bietet fast alles, nähern wir uns doch dem unvergleichlichen Machu Pichu, dem bekanntesten Ruinenkomplex der Welt. Zuerst geht es wieder per Privattransport vorran und zwar in Richtung Ollanta. Auch diese Strecke ist mehr als lohnenswert, führt sie doch durch sehr grüne, immer noch landwirtschaftlich geprägte Gegenden, von wo aus früher ein großer Teil des Inkareiches versorgt wurde. Ollanta selbst hat ebenfalls recht eindrucksvolle Ruinen zu bieten, nach Maccu Piccu der interessanteste Ruinenkomplex, welchen ich bisher sah. Da der Zug nach Aguas Calientes erst um 19:45 Uhr startet bleibt uns zudem Zeit eine kleine Wanderung in eines der umliegenden grünen Täler zu unternehmen. Nach diesem sehr erfüllten Tag und einem ausgiebigen Abendessen auf dem lebendigen Marktplatz von Ollanta, fahren wir dann mit dem berühmten Touristenzug nach Aguas Calientes und beziehen unser Quatier.

12. Reisetag: Machu Pichu und Rückfahrt nach Cusco

Es folgt einer der absoluten Höhepunkte der Reise, die Ruinen von Machu Pichu. Nun zeigen sich die Vorteile der Übernachtung im Urwald. Gerade diese ist mehr als empfehlenswert, kann man doch vom Hotel aus Morgens direkt nach Maccu Piccu laufen oder fahren. Dies hat neben der weit größeren Zeitreserve vor allem den Vorteil, das man sehr früh starten und somit weit vor den zu erwartenden Touristenströmen am Berg sein kann. Zudem gibt es keine bessere Tageszeit um die immer noch einzigartige Stimmung dieses Ortes in sich aufzunehmen, und zwar während des gesamten Weges, also nicht nur an den Ruinen selbst.

Nach einer etwas wackligen Hängebrücke über den Rio Apurimac, welcher fast die gesamte Feste in einer Art Halbkreis umfließt und nahezu uneinnehmbar machte, führt nun ein alter Inkapfad direkt in den dicht bewachsenen Bergurwald. Auf steilen, steinernen Stufen geht es nun aufwärts, kein auf Menschen hindeutender Laut ist zu hören (naja hin und wieder mal Busgeräusche). Diese werden aber durch zahlreiche kaum identifizierbare Urwaldgeräusche übertönt. Wahrscheinlich ganz allein steigen wir nun der alten Inkastadt entgegen, man kann sich lebhaft vorstellen gerade wirklich einer versteckten Stadt im Dschungel nachzuspüren. Doch schon nach einer bis anderthalb recht anstrengenden Stunden Aufstiegs haben wir den Eingang erreicht. Wir genießen noch etwas die Morgenstimmung in diesem einzigartigen Ruinenkomplex besteigen wir noch den Machu Pichu Berg, wieder über alte Inkapfade, wieder abseits vom allgemeinen Trubel. Den intensiven Gebäuderundgang machen wir dann am Nachmittag, wenn der Hauptandrang vorüber ist. Rückkehr nach Cusco.

Hier natürlich alles mit den Bussen also nicht zu Fuß.

13. Reisetag: Fahrt nach Copacabana mit Umsteigen an der Grenze zu Bolivien

Private Fahrt von Cusco am Titicacasee entlang bis zur Bolivianischen Grenze nach Kasani.
Von dort sind es nur noch 8 km bis Copacabana. Mehr als den Innenbereich mit der Kathedrale werden wir wohl nicht mehr schaffen heute anzuschauen aber eine Forelle gibt es in jedem Fall noch...

14. Reisetag: Isla de Sol. Wandern auf der Sonneninsel

Wie viele Superlativen umgeben den sagenumwobenen Titicacasee, höchster schiffbarer See der Welt usw. Doch all das zählt nichts mehr wenn man ihn erst wirklich vor sich sieht. Tiefblau, unendlich weiträumig und mit großartigen Bergen im Hintergrund, einfach phantastisch. Unser Ziel heißt Copacabana, nicht nur Boliviens bekanntester Wallfahrtsort, sondern auch Ausgangspunkt für unsere kleine Bootstour auf dem See. Wir fahren hinüber zur Isla de Sol, der berühmten Sonneninsel, einer Legende nach der Ursprung des Inkareiches. Auch schon vor der Inkazeit galt die Insel als heiliger Ort. Prächtig sind die Ausblicke von hier vor allem auf die nördliche Cordillera Real mit Illampu und Ancohuma. Wir durchwandern die Insel von Norden nach Süden und kehren zum Südhafen zurück.

15. Reisetag: Fahrt nach La Paz und Muela de Diablo

Zwar ist die Muela de Diablo nur 3995 Meter hoch, was für bolivianische Verhältnisse ja fast gar nichts ist, trotzdem bildet dieser wilde Felszacken von fast überall in der Südstadt von La Paz einen grandiosen Blickfang. Steil und unnahbar wirkt dieser Felsklotz inmitten bizarr geformter, weicher Erosionslandschaften und grüner Weideflächen. Sportkletterer können im Gipfelbereich ein lohnendes Betätigungsfeld vorfinden.

In Pedregal endet die Buslinie vor einem kleinen Laden. Von hier führt ein breiter Fahrweg rechts den Berg hinauf. Zuerst passieren wir einige einfache Häuser und einen kleinen Friedhof, während wir in weiten Serpentinen schnell an Höhe gewinnen. Wir folgen einfach dem Fahrweg und nehmen nach Belieben diverse Abkürzungen, die auf schmalen Pfaden direkter den Berg hinaufführen und jeweils schnell wieder auf den Hauptweg treffen. Bald weitet sich der Blick auf die umstehenden Eisriesen wie Huayna Potosi, Mururata und natürlich den alles überragenden Illimani. Nur die Muela selbst ist noch nicht zu sehen, das ändert sich aber urplötzlich sobald wir den Passübergang erreichen. Plötzlich ragt der zwei gezackte Felskoloss direkt vor uns in die Höhe. Unser Weg führt aber erstmal nach links durch erstaunlich grüne Landschaftsformen auf ein kleines Dorf zu. Kühe, Hunde und Schweine sind unsere ständigen Begleiter, während links der Muela ein riesenhaftes, rötlich gefärbtes Erdgebilde unsere Aufmerksamkeit erregt. Im Dorf wenden wir uns nach rechts und steigen in ein kleines Bachbett hinunter, wo wir dann auf der anderen Seite sofort wieder bergauf müssen. Schmale Pfadspuren führen steil, aber unfehlbar hinauf auf den Kamm direkt unter der Gipfelbastion. Nun leiten Pfadspuren in die südseitigen Schutthänge. Nach zwei ganz kurzen Felsabsätzen mühen wir uns ein sehr steiles Geröllfeld hinauf und erreichen ein Gratstück. Links führt ein nun wieder guter Pfad zum Aussichtspunkt zwischen den beiden Gipfelzacken. Wenige Minuten später haben wir diesen erreicht und genießen anregende Tiefblicke in die steilen Felswände und über die Riesenstadt La Paz. Leider sind die beiden schroffen Gipfelfelsen sind nur in ausgesetzter Kletterei zu besteigen und deshalb erfahrenen Kletterern vorbehalten. Beim Abstieg machen wir einen Umweg welcher uns direkt zwischen den bizarren und bunt gefärbten Erdformationen durchleitet.
Wir werden eine light Version machen mit mehr fahren und weniger Aufstieg.

16. Reisetag: Stadt La Paz

Um uns langsam an die große Höhe zu gewöhnen, steht zuerst einmal eine Stadtbesichtigung an. Da gibt es einiges zu sehen, zum Beispiel die berühmte Calle Linares, praktisch ein einziger Marktplatz. Grosse Teile der Stadt sind stark indigen geprägt, überall gibt es Stände, praktisch alles und zwar wirklich alles kann hier erworben werden. Hier befindet sich auch das weltweit einzige Cocamuseum, also können wir es uns nicht entgehen lassen nähere Informationen über die überragende Bedeutung dieser vielfältigen Nutzpflanze für das Land und seine Bevölkerung. Zum Essen wählen wir dann ein ganz landestypisches Lokal aus, um noch mehr den Eindruck zu gewinnen in Bolivien angekommen zu sein. Am Nachmittag folgt dann ein kleines Kontrastprogramm. Neben der Prachtstrasse des Prados steht auch ein Besuch des Regierungspalastes auf dem Plan. Dazu besichtigen wir die Plazas Murillo und San Franzisco, beide mit imposanten Kirchen geschmückt. Dazu gibt es grüne Parks, von wo aus neben ultramodernen Hochhäusern auch die ärmlichen Hütten an den Berghängen über der Stadt gut zu sehen sind. Beim Abendessen werden uns dann die vielfältigen Lichtspiele in verschiedenen Höhenlagen begeistern.

17. Reisetag: Flug nach Uyuni und Start der Salar de Uyuni

Nach der Ankunft deponieren wir unser Gepäck in unserer Agentur in Uyuni und durchforsten ein wenig die Stadt, auch um ein Frühstück zu bekommen. Bald darauf geht es dann aber endlich los, wir wollen heute die größte Salzwüste der Welt erkunden, ein Naturerlebnis allen ersten Ranges. In der Trockenzeit verdunstet alles Regenwasser dann aber und zurück bleibt eine harte Kruste aus Salz. Dieses wird von vermummten Männern mit Äxten als panes de sal (Salzblöcke) aus dem Boden geschlagen und in einer Salzmühle weiterverarbeitet. Zentrum der Salzgewinnung ist Colchani, wo praktisch der ganze Ort von jodiertem Speisesalz lebt. Die Jahresproduktion liegt bei etwa 20.000 Tonnen.

Colchani ist dann auch unser erster Anlaufpunkt, wir können beobachten wie das Salz auf Lastwagen verladen und abtransportiert wird. Strahlend weiß liegt das schier unendliche Salzmeer vor uns, heller als auf jedem Gletscher glänzt uns die Sonne entgegen. Ungewohnt und sehr amüsant ist es im Salz zu laufen. Dazu gibt es hier noch ein Hotel aus Salz mit Übernachtungsmöglichkeit und ein Salzmuseum. Alle möglichen Kunstgegenstände aus Salz kann man hier erwerben, aber auch den üblichen touristischen Kitsch. Nun geht es aber endlich in die unendlichen Weiten des Salars hinaus, Wege gibt es hier nicht, allenfalls Reifenspuren, trotzdem findet unser Fahrer problemlos immer den richtigen Weg.

Etwa zur Isla Pescado, einer fischförmigen Insel, welche leicht erhöht über dem Salz aufragt und ziemlich bewachsen ist, vor allem mit Kakteen. Diese sind ungefähr 1200 Jahre alt und erreichen eine Höhe von bis zu 12 Metern. Sie bilden den perfekten farblichen Kontrast zur weißen Salzmasse. Über diese bietet der höchste Punkt der Insel, nur 100 über der Oberfläche, aber in über 4000 Metern Höhe gelegen eine geniale Übersicht bis hin zu den weit entfernten schneebedeckten Vulkangipfeln.

18. Reisetag: Lagunen und Vulkane

In dem Stil geht es auch am nächsten Tag weiter, wir durchqueren fast verlassene Dörfer, verfallene Schulen und die interessantesten Landschaften, die man sich nur vorstellen kann. Rauchende Vulkane wie der über 5800 Meter hohe Ollague säumen den Horizont, Lagunen in allen erdenkliche Farben, rot, grün oder türkis, dazu die bizarrsten Felsgebilde (teilweise mit Bouldermöglichkeiten) und eine von Flechten bis zu kleineren Kakteenarten erstaunlich vielfältige Vegetation. Ob die wenigen Bewohner die eigentümliche Schönheit dieser an sich äußerst lebensfeindlichen Landschaft wohl ähnlich wahrnehmen? Die heutigen Highlights sind die Laguna Verde mit der ebenmäßigen fast 6000 Meter hohen Pyramide des Licancabur im Hintergrund und ein nahe gelegenes „Thermalbad", eine heiße Quelle mit Bademöglichkeit. Dazu steuern wir aber noch zwei von Natur aus rote Lagunen an, jeweils mit großen Flamingoaufkommen. Laguna Colorada heißt die bekannteste.

19. Reisetag: Geysire, Heisse Quellen, Laguna Verde. Übergang nach San Pedro de Atacama

Für den nächsten Tag steht dann als erstes der Sol de Manana auf dem Programm, ein Geysir aus kochenden Lavaschlammlöchern bestehend. Diese sind nur am frühen Morgen aktiv und blasen eine ca. 10 Meter hohe Dampfwolke in die noch eiskalte Luft. Gelbliche Schwefeldämpfe mischen sich dazwischen, brodelnde Löcher und wenig fester Untergrund überall, welch ein Schauspiel. Danach passieren wir eigenartige, kalkgraue Felsgebilde, dessen interessantestes ungefähr die Form eines Pilzes hat. Dieser wird Arbol de Piedra genannt, Baum aus Stein. Die langohrigen Chinchillas leben hier und haben ebensoviel Spaß wir in den Felsen herumzuklettern. Weitere landschaftliche Kuriositäten und noch mehr Flamingos begleiten uns, oder zumindest unsere Augen auf unserem Weg. Nach einem Bad in heißen Quellen fahren wir weiter zur chilenischen Grenze Hito Cajon, wo uns ein Fahrzeug unserer Chilenischen Partner abholen wird. Weiterfahrt nach San Pedro und auf Wunsch noch Besuch des Valle de Luna mit seinen Sanddünen und bizarren Felsformationen.

20. Reisetag: Fahrt nach Calama und Rückflug von dort.

Früher Transfer zum Flughafen von Calama. Von dort Rückflug in die Heimat.

Auf Wunsch organisieren wir gerne einen Aufenthalt in Santiago de Chile.


 

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