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Guallatiri – Einer der aktivsten Vulkane Chiles

Der Guallatiri (6.071 m) ist einer der aktivsten Vulkane Chiles und liegt im Lauca-Nationalpark nahe der bolivianischen Grenze. Bekannt für seine fumarolische Aktivität und seismische Bewegungen, ist er ein faszinierendes geologisches Highlight der Anden, der regelmäßig von den Behörden überwacht wird.

Der Guallatiri ist ein 6.071 Meter hoher Stratovulkan im Norden Chiles und zählt zu den aktivsten Vulkanen des Landes. Er liegt in der Region Arica y Parinacota nahe der bolivianischen Grenze und ist Teil der Anden-Kordillere. Der Vulkan ist bekannt für seine ständige fumarolische Aktivität, die aus zahlreichen Dampfaustritten rund um den Gipfel besteht.

Lage

Der Guallatiri liegt im Lauca-Nationalpark, etwa 30 Kilometer südwestlich des berühmten Chungara-Sees und des Parinacota-Vulkans. Er ist Teil der sogenannten Central Volcanic Zone (CVZ) des Andengürtels, in dem sich viele der höchsten und aktivsten Vulkane Südamerikas befinden.

Geologie

Der Guallatiri ist ein klassischer Stratovulkan, der sich durch Schichtablagerungen aus Lava und pyroklastischem Material gebildet hat. Die Region ist geologisch aktiv und geprägt von Subduktionsprozessen entlang der Nazca-Platte, die unter die südamerikanische Kontinentalplatte abtaucht. Dadurch kommt es regelmäßig zu vulkanischer Aktivität in der Region.

Seismische Aktivität

Der Vulkan weist eine konstante seismische Aktivität auf, die von Chiles nationalem geologischen Dienst (SERNAGEOMIN) überwacht wird. Immer wieder treten Erdbebenserien auf, die auf Bewegungen von Magma hinweisen. Obwohl größere Eruptionen in den letzten Jahrhunderten selten waren, besteht eine anhaltende Gefahr durch plötzliche Ausbrüche oder Lahare (Schlammströme), die durch das Abschmelzen von Schnee und Eis entstehen könnten.

Geschichte

Historische Berichte über Ausbrüche des Guallatiri reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, wobei es auch Hinweise auf frühere Eruptionen gibt. Die indigene Bevölkerung der Aymara verehrte den Vulkan als heilige Stätte und brachte ihm rituelle Opfergaben dar. Seine ständige Dampfabgabe macht ihn zu einem der auffälligsten Vulkane der Region.

Hilfreich beim steilen, schuttigen und weglosen Aufstieg sind in jedem Fall stabile und elastische Wanderstöcke, am besten aus Aluminium wie diese...

Die Berggruppe

Der Guallatiri ist Teil der Cordillera Occidental der Anden und gehört zur Gruppe der Altiplano-Vulkane, die sich entlang der chilenisch-bolivianischen Grenze erstrecken. Zu den benachbarten Vulkanen zählen der Parinacota, der Pomerape und der Acotango, die ebenfalls beeindruckende Gipfelhöhen und eine vulkanische Vergangenheit.

Anfahrt und Aufstiegsroute

Die Anfahrt zum Guallatiri erfolgt meist von der Stadt Putre aus, die etwa 150 Kilometer östlich von Arica liegt. Von dort aus führt eine Schotterstraße in den Lauca-Nationalpark bis zum Dorf Guallatiri, das als Ausgangspunkt für Besteigungen dient.

Der Aufstieg beginnt auf etwa 4.800 Metern Höhe und erfolgt über die Nordwestflanke des Vulkans. Die Route ist technisch nicht sehr anspruchsvoll, erfordert aber aufgrund der großen Höhe eine gute Akklimatisierung. Besonders herausfordernd sind die extremen Winde, die eisigen Temperaturen sowie die dünne Luft auf über 6.000 Metern. Je nach Schneeverhältnissen kann Steigeisenausrüstung erforderlich sein. Die letzten Höhenmeter führen über ein weites Schneefeld und vorbei an den aktiven Fumarolen bis zum Gipfel. Mit dieser Tour kann der Guallazire kombiniert werden:

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Der Guallatiri ist ein faszinierender Vulkan mit einer beeindruckenden geologischen Geschichte und aktiven Fumarolen, die ihn zu einem spektakulären Ziel für Vulkanologen und Bergsteiger machen. Trotz seiner relativen Unbekanntheit gehört er zu den spannendsten Gipfeln der chilenischen Anden und bietet ein einzigartiges Naturerlebnis in einer der abgelegensten Regionen Südamerikas.