Chopicalqui

Der Chopiqualqui ist einer der schönsten 6000er der Cordillera Blanca und noch ohne große objektive Gefahren zu besteigen.

Manchmal wird der Chopicalqui auch als Ostgipfel des Huascaran bezeichnet, was aber nicht zutrifft, er ist definitiv ein eigenständiger Berg und sein Gipfel liegt ungefähr 6 km von dem des Huascaran entfernt.

Es handelt sich hier um einen der höchsten und mit seiner 3-seitigen Firnpyramide auch schönsten Berge der Cordilliera Blanca, oder überhaupt.

Er bietet dem Alpinisten vier interessante Anstiege über markante Firngrate. Der Berg befindet sich vollständig im Nationalpark Huascaran, wo eine Gebühr von ca. 10 Dollar erhoben wird. Während der Anfahrt kreuzt man zwei äußerst attraktive Seen, nämlich die Lagunas Orconcocha und Chinancocha.

Chopiqualqui-Cordillera-Blanca

Ausgangspunkt:

Talort ist Yungay, die Tour lässt sich über diverse Agenturen in Huaraz organisieren. Bis zu einem Parkplatz zwischen den beiden Lagunas kann mit dem Auto gefahren werden, wo dann wahlweise das Basislager errichtet oder direkt zum Hochlager aufgestiegen werden kann.

Route:

Von Yungay mit dem Allradfahrzeug in das Llanganuco Tal und in einigen Kehren auf der Passtrasse zur Portachuelo Llanganuco. Wenig später zweigt man in das Quebrada Yurac ab, wo das Basislager auf 4300 Metern errichtet wird. Das Hochlager befindet sich auf ca. 5000 Metern unter einer Felswand oder wahlweise weiter oben auf den Gletscher in Richtung Grataufschwung bei etwa 5600 Metern. Der Aufstieg erfolgt von der Passtrasse aus Rechts zunächst über die schattige Südseite, später im oberen Bereich über die schattige Nordseite des Westgrates. Der Aufstieg auf die Gratschneide führt zwei Seillängen über 50 Grat steile Eisflanken. Nun wird auf der sonnenbeschienen Nordseite weitergestiegen, einige Wächten zwingen zu weiten Umwegen. Der Grat besteht aus mehreren mehr oder weniger steilen Aufschwüngen, der Gipfel selbst besteht aus einer 100 Meter langen Riesenwächte. Abstieg auf der Aufstiegsroute. Grandiose Ausblicke während des gesamten Grataufstieges.

Zeiten:

Je ein Tag für Anfahrt und Abfahrt, ein bis zwei Tage für den Ausstieg und einer für den Abstieg.

Schwierigkeiten:

Neben der Großen Höhe auch sehr mühsamer Anstieg. Dazu erhebliche Anforderungen im Steileis, Passagen von 50 Grad sind keine Seltenheit. Der Gipfelgrat ist stark verwächtet. Aufgrund der starken Sonneneinstrahlung können die Schneeverhältnisse deutlich variieren.

Ausrüstung: Eisausrüstung, Hochlagerzelt, Seil, Eisschrauben, windfeste Kleidung

Stützpunkte: keine

Beste Zeit: Juni bis August