Vulkane in Südbolivien

Rundreise für Bergsteiger in Bolivien. Wir besteigen die 5000er Tunupa und Ollague und dem 6000er Uturuncu über dem Salar de Uyuni.

Der Schwerpunkt dieser Tour liegt im klimatisch stabilen Süden Boliviens, wobei die grandiosen Wüstenlandschaften im Grenzgebiet zu Chile, der größte Salzsee der Erde, der Salar de Uyuni, und die ehemalige Minenstadt Potosi besucht werden.

Inkaweg-Isla-de-Sol

Tour-Übersicht

Wir besteigen mit den Vulkanen Ollague, Tunupa und Uturuncu gleich 3 um die 6000 Meter hohe Berggipfel. Alle 3 befinden sich in der nähe des spektakulären salar de Uyuni. Im Norden darf natürlich der berühmte Titicacasee nicht fehlen: wobei wir auf der Sonneinsel übernachten werden und den heiligen Calvarienberg besteigen.

Außerdem führt unser Weg zur alten Minenstadt Potosi, und zu den Präinkaruinen von Tiwanaku. In der direkten Umgebung von La Paz werden wir 2 kleinere Bergtouren unternehmen und natürlich auch die Stadt selbst etwas genauer unter die Lupe nehmen. Dazu nehmen wir uns die Yungas mit ihrem schon fast tropischen Klima vor. Ganz am schluss werden dann Tunupa, Ollague und Uturuncu bestiegen.

Tour-Info

Highlights

  • Ruinen von Tiwanaku
  • Titicacasee
  • Yungas
  • Salar de Uyuni
  • Potosi
  • Tunupa
  • Uturuncu
  • Ollague

Dauer dieser Tour: 21 Tage

Unser nächsten Termine:

  • 6. bis 27. April 2018
  • 3. bis 24. November 2018

Gerne führen wir diese Tour auch zu Ihrem individuellen Wunschtermin durch.

Preise (pro Person):

  • Ab 2 Personen: 2.945 EUR
  • Ab 4 Personen: 2.445 Euro
  • Ab 6 Personen: 2.345 Euro

Eingeschlossene Leistungen

  • Bus- und Taxitransfers im Land
  • alle Übernachtungen in einfachen landestypischen Unterkünften und Zelten
  • Reiseleitung vor Ort
  • Nationalparkeintritte
  • Geführte Wanderungen

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Flug
  • Reiseunfall- und Krankenversicherung
  • Reisegepäcks- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Nicht ausgeschriebene Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Teilnehmerzahl

  • Mindestens: 2
  • Maximal: 10

Weitere Infos

  • Eine gute allgemeine Fitness ist für diese Tour gewünscht und sehr von Vorteil.

Tour-Verlauf

1. Reisetag: Ankunft La Paz

Schon allein der Anflug auf La Paz zwischen eis gepanzerten 6000ern kann einem den Atem rauben, nach der Landung tut dies sicherlich die große Höhe von über 4000 Metern. Doch wir bleiben nicht in El Alto sondern begeben uns in die tieferen Gefilde der Metropole auf nur noch gut 3500. Jetzt wird erst mal das Hotel bezogen, danach ist Ausruhen angesagt. Den Abschluss des Tages bildet das erste landestypische Abendessen in einem einfachen Restaurant von La Paz.

Bergsee-Kari-Kari

2. Reisetag: Tiwanaku

Für heute steht noch mal etwas Kultur auf dem Plan, die wichtigste präkolumbische Kulturstätte Boliviens wollen wir uns vornehmen, Tiwanaku. Die Ruinen liegen nur 70 km von La Paz entfernt und sind somit gut zu erreichen. Es soll einst der Gott Con Ticci Wiracocha aus dem Titicacasee gestiegen sein und die Sonne erschaffen haben. Dazu dann in Tiwanaku die Welt und die Menschen. Tiwanaku (100v.Chr.- 1200n.Chr.) ist nach wie vor eine der geheimnisvollsten Kulturen Südamerikas. Die ehemalige Hauptstadt Tiwanakus liegt ca. 20 km im Landesinneren Boliviens, auch die Sonnen- und die Mondinsel gehörten früher zum Reich. Möglicherweise lag Tiwanaku vormals direkt am Seeufer, da der See früher größer war. Genaueres ist aber über die Tiwanakukultur bekannt, die hier sichtbaren Bauwerke werden zwischen die Jahre 400 und 1000 datiert. Auch bei der Einwohnerzahl tappen die Forscher im Dunkeln zwischen 20000 und 12000 schwanken die Zahlen. Interessante Säulenmonolithe schauen wir uns noch an, dazu die tempelartige Sonnenwarte Kalasasaya und den Hügel Akapana. Auch das Sonnetor Intipunto darf nicht fehlen im Programm. Nach der Besichtigung fahren wir noch zurück ins nahe gelegene La Paz, wo wir zu Abendessen und auch übernachten.

Muela-de-Diablo

3. Reisetag: Muela de Diablo

Heute unternehmen wir schon mal die erste Eingehtour in nicht so großer Höhe.

Wir fahren mit dem Minibus ein Stück aus La Paz heraus in Richtung Süden. Dort wartet ein spannendes Felsgebilde mit zwei spitzen Zacken im Gipfelbereich. Diesen verdankt sie den Namen Muela de Diablo. Die Tour ist hier kurz, führt aber durch prachtvolle grüne Felder und interessant aufgebaute Felsformationen. Oben haben wir obwohl "nur" 3.852 Meter hoch, einen phantastischen Ausblick auf die Stadt und die umliegenden Hochgipfel, mit dem Eisgepanzerten Illimani als Krönung.

4. Reisetag: Isla de Sol

Wie viele Superlativen umgeben den sagenumwobenen Titicacasee, höchster schiffbarer See der Welt usw. Doch all das zählt nichts mehr wenn man ihn erst wirklich vor sich sieht. Tiefblau, unendlich weiträumig und mit großartigen Bergen im Hintergrund, einfach phantastisch. Unser Ziel heißt Copacabana, nicht nur Boliviens bekanntester Wallfahrtsort, sondern auch Ausgangspunkt für unsere kleine Bootstour auf dem See. Wir fahren hinüber zur Isla de Sol, der berühmten Sonneninsel, einer Legende nach der Ursprung des Inkareiches. Auch schon vor der Inkazeit galt die Insel als heiliger Ort. Prächtig sind die ausblicke von hier vor allem auf die nördliche Cordillera Real mit Illampu und Ancohuma. Es bleibt noch Zeit die Insel ein stückweit zu durchwandern, da wir heute hier übernachten werden. Dazu müssen aber erstmal 200 Höhenmeter Aufstieg überwunden werden, aber der Weg lohnt sich. Über alte Inkapfade steigen wir zwischen grünem Weideland und zahlreichen Llamas und Schafherden führt der Weg nach oben. Erhaben sind die Ausblicke vom oberen teil der Insel, welch ein herrlicher Ort zum Übernachten.

Cementerio-de-los-trenes

5. Reisetag: Inselwanderung

Den Vormittag verbringen wir noch auf der Insel, eine Kammwanderung ist angesagt, wobei wir alle Facetten dieser prachtvollen, fast mediterran anmutenden, Berglandschaft zu Gesicht bekommen. Gegen Mittag müssen wir uns an den Abstieg machen um das Boot zurück nach Copacabana nicht zu verpassen.

Nach dem obligatorischen Fischessen im Hafen wandern wir noch etwas am See entlang und besteigen am Abend den Madonnenberg Cerro Calvario. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über den gesamten See. Hier gibt es auch einen Kreuzweg, dazu werden aus Blumen oft kleine Gräber nachgebildet. Da machen wir aber nicht mit, eine Beteiligung an der Verehrung der Mutter Erde Pachamama unter zu Hilfenahme von Schnaps wäre da schon interessanter.

Wir übernachten heute in Copacabana mit prächtigen Ausblicken auf den in tiefstem Blau leuchtenden See.

6. Reisetag: Cerro Ceroca

Ein kleiner Berg in der direkten Umgebung von Copacabana steht heute auf dem Programm, der Cerro Ceroca, immerhin schon deutlich über 4000 Meter hoch. Gemächlich wandern wir durch sattgrünes Weideland, von zahlreichen Tierarten genutzt. Später wird der Weg steiler, die ausblicke dafür immer weitläufiger. Schnell ist dann der Antennen „geschmückte" Gipfelbereich geschafft. Bis hin zur Cordillera Apolobamba ganz im Norden Boliviens kann man hier schauen, dazu natürlich über fast den kompletten See. Auch für Paragleiter ist dieser Ort als Startplatz gut geeignet und gern genutzt. Er bietet sich vor allem deswegen an, weil man auf der Rückseite mit dem Allradfahrzeug zum Gipfel fahren kann, diesen Weg benutzen wir für den Abstieg. Unten im Ort bleibt noch Zeit für eine Forelle zum Mittagessen, bevor wir uns per Bus aufmachen, zurück nach La Paz.

Bunter-Tunupa

7. Reisetag: Cerro Uchumachi

Zuerst durchfahren wir La Paz in Richtung Villa Fatima, einem indigen geprägten Stadtteil mit zahlreichen Märkten und Verkaufständen. Hier startet auch unser Kleinbus, den wir in Richtung Coroico chartern. Zuerst geht es an einem Kontrollpunkt vorbei auf den 4750 Meter hohen Abra de Cumbre. Imposante Gebirgszüge und ein kristallklarer See säumen die Passhöhe, eigentlich ein nur schwer noch zu steigernder Eindruck. Doch nur eigentlich, nun geht es 3000 Höhenmetern hinab in die Yungas. Die schmalen Wegstücke werden oft als die gefährlichste Strasse der Welt bezeichnet. Immer grüner und üppiger wird die Vegetation, dann kommt der Höhepunkt der Tour, mehrere Hundert Meter fällt der Berg direkt neben uns ab, die Strasse ist kaum breiter als ein Pferdewagen. Sprudelnde Wasserfälle teilen sich die Szenerie mit übergroßen Farnen, tropischen Sträuchern und sogar Bambus. Hinter der Puente Yolosa auf nur noch 1200 Metern geht es durch tropische Plantagen wieder etwas hinauf nach Coroico (1750m). Dort beziehen wir erst mal unser Hotel, bevor wir uns dann doch noch etwas bewegen.

Malerisch ist Coroico von kleinen Hügeln mit Kaffee-, Zitrus-, Bananen-, und Cocaplantagen umgeben, sodass sich zahlreiche Wandermöglichkeiten ergeben. Unsere Tour führt zum Cerro Uchumachi, dem gut 2400 Meter hohen Hausberg von Corioco. Der Pfad ist recht gut zu finden, die Tiefblicke und die Aussicht auf die weiter westlich gelegene Cordillerenkette werden immer grandioser. Später führt unser Weg durch dichten Bergurwald mit spannenden Vegetationsformen. Noch weiter oben wird dann die Weitläufigkeit des bolivianischen Bergurwaldes deutlich, wo man auch hinschaut nichts als dicht bewachsene Bergrücken. Der Abstieg führt direkt hinunter zu unserem Hotel, wo noch ein erfrischend kühler Pool auf uns wartet.

Danach sehen wir uns etwas den Ort an, sicher wird sich auch ein geeignetes Restaurant für das Abendessen finden. Übernachtet wird in Coroico.

8. Reisetag: Abra de Cumbre

Mit dem ersten Bus fahren wir auf die Passhöhe zurück, dort steht eine mehr als interessante Wanderung an. Ein kleines Wachhäuschen ist hier postiert, genaugenommen handelt es sich um einen Nationalparkeingang. Auf breiten Wegen steigen wir erst mal dem bekannten Trek nach Coroico entgegen, bis der erste See passiert ist. Anstatt dem Coroicotrek zu folgen, wechseln wir die Seiten, denn in der anderen Richtung gibt es eine durchaus interessante Gipfelgestalt die wir uns heute vornehmen. Hier wird der Blick auf zahlreiche Andengipfel frei, der sogar bis zum Chacaltaya mit seiner Eiszierde reicht. Auch ihn kann man von hier aus erreichen, dazu gibt es weitere lohnende Tourenziele, um die 5000 Meter hoch. Nur die letzten Meter vorm Gipfel waren leichte Kletterstellen zu überwinden, ansonsten käme man wohl auch mit dem Allradfahrzeug hinauf. Höhenmeter sind auch höchstens 400 zu überwinden. Am See zurück kommt dann der spannendste Teil, wir müssen ein Fahrzeug für den Rückweg chartern. Eventuell kriegen wir ein Taxi, mit ganz viel Glück können wir auch auf der Ladefläche eines LKWs zurückfahren, ganz nach Wunsch. Abendessen in La Paz.

Flamingos-Laguna-Colorada

9. Reisetag: Fahrt nach Potosi

Die erste Tageshälfte verbringen wir noch in La Paz, und schauen uns das höchste Fußballstadion der Welt an, das Estadio Hernando Siles. Wegen der großen Höhe zog die Fifa in Erwägung dieses zu schließen, da in der Höhe keine regulären Spiele mehr ausgetragen werden könnten. Daraufhin bestieg Präsident Mesa mit mehreren Führern den Sajama und inizierte ein Fußballspiel auf 6500 Metern Höhe um das Gegenteil zu beweisen. Doch einiges mehr bietet dieser Stadtteil, nämlich das echte Stadtleben von La Paz, und auch landestypische Alternativen für das Mittagessen.

Am frühen Abend wartet dann unser Bus nach Potosi, eine lange und kalte Fahrt steht uns bevor, befindet sich doch ein Grossteil der Strecke auf über 4000 Metern Höhe. Entsprechend interessant sind dann auch die Wüstenflächen, welche sich uns am nächsten Morgen eröffnen.

In einer atemberaubenden Busfahrt erreichen wir die höchstgelegene Grosstadt der Welt auf 4065 Metern, einer Höhe also, die jedem Alpenberg zur Ehre gereichen würde. Die Fahrt dauert etwa 12 Stunden und führt an etlichen verschiedenen Landschaftsformen vorbei. Danach schraubt er sich höher und höher, bis die ehemalige Silberstadt erreicht ist. Nachdem wir unser Hotel bezogen haben reicht die Zeit noch für eine kurze Besichtigung. Erstaunlich lebendig ist Potosi, und mit durchaus interessanten Bauwerken gesegnet. Nebenher kann man aber auch europäische Waren erstehen, vor allem CDs. Restaurants gibt es dann auch genügend, sodass das Abendessen gesichert ist.

10. Reisetag: Minenbesichtigung

Wir beziehen zuerst einmal unser Hotel, bevor wir den Cerro Rico und die Minennäher unter die Lupe nehmen.

Bunt und für bolivianische Verhältnisse erstaunlich modern wirkt die Stadt, sie ist immer noch eine der wohlhabenden des Landes. 162.500 Einwohner leben in dieser schmucken Stadt, von zahlreichen prunkvollen Kolonialbauten durchzogen. Doch nicht darin liegt die Hauptattraktion von Potosi, hinter den Häusern baut sich ein orangefarbener, mit vielfarbigen anderen Gesteinsformationen durchzogener Bergkegel - der Cerro Rico. Sumaj Orcko, also heiliger Berg, heißt das Wahrzeichen der Stadt auf Quechua und war einer von zahlreichen Berggottheiten der Inkas. Reicher Berg lautet die Übersetzung aus dem Spanischen und deutet an, warum dieser Berg so besonders ist. Das „reich" steht für den außerordentlichen Mineralienreichtum des 4829 Meter hohen Giganten, vor allem Silber wurde hier in großen Mengen zu Tage gefördert und hat großen Reichtum, aber auch viel Elend in die Region gebracht. Die Minen besichtigen wir natürlich, heute wird hier vor allem Zink abgebaut, doch viel ist nicht mehr übrig. Nachdem wir unserem Führer Geschenke für die Arbeiter mitgegeben haben (am besten Schnaps und Cocablätter), durchforsten auch wir die engen und stickigen Gänge.

Um wieder mehr Luft zu bekommen steigen wir dem Silberberg jetzt aufs Dach, das ist gar nicht schwierig und braucht auch nur noch höchstens 600 Höhenmeter. Oben hat man einen herrlichen Blick auf die umliegende Landschaft und die Stadt, dazu befindet sich eine kleine solarbetriebene Hütte auf dem Gipfel. Mit dem Taxi geht es zurück nach Potosi, wo auch zu Abend gegessen wird.

Gipfelgrat-Ollague

11. Reisetag: Wanderung um Potosi

Natürlich hat die direkte Umgebung von Potosi noch mehr zu bieten als nur den Cerro Rico und die Minen, das wissen aber die Wenigsten. Wir fahren mit dem Taxi ein Stück die Stadt hinaus und lassen uns links neben der Minenauffahrt raussetzen. Mehrere Pfade führen dort von der Strasse weg in die Gebirgsregion hinein. Der erste erreichbare Weg mündet nach etwa 200-300 Höhenmetern auf eine breitere Fahrstrasse. Hier wenden wir uns nach links und ca. 30 Minuten später ist der unterste See erreicht. Touristen gibt es hier kaum, dafür aber umso mehr Lamas und Alpakas. Man kann den See umwandern und an seinem Einlauf den Pfad zum nächsten See einschlagen. 4 Seen sind so zu erkunden, weiter oben locken weglos noch mehrere leichte Berggipfel. Wenn das Wetter mitspielt schaffen wir auch noch einen leichten Gipfel, immerhin um die 5000 Meter hoch. Heute übernachten wir wiederum in Potosi.

12. Reisetag: Fahrt nach Uyuni

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Überfahrt nach Uyuni, dem Ausgangspunkt für sämtliche Salartouren.

Die Fahrt dauert etwa 6 Stunden und führt an etlichen verschiedenen Landschaftsformen vorbei, teilweise mutet die Strecke sogar etwas afrikanisch an. Genau dort macht der Bus einen kurzen Fotostopp.

Uyuni selbst wirkt wie eine verlassene Westernstadt, passend dazu säumen nicht mehr benutzte Bahngleise diese trostlose Gegend. Ackerbau ist in dieser kargen Landschaft auf 3670 Metern Höhe praktisch unmöglich, Wasser ist ein sehr seltenes Gut, dazu machen Wind und Kälte den gut 12.000 Einwohnern zu schaffen. „Platz der Lasttiere" lautet die Übersetzung des Aymarawortes Uyuni, damit deutet es schon darauf hin, warum hier überhaupt so viele Menschen wohnen. Denn was hier von Lasttieren transportiert wird ist die Lebensgrundlage dieser Region und der Grund für ihre Bekanntheit: das Salz ! Deshalb sind auch wir hier, wie wohl alle Touristen, ist doch der Salar de Uyuni mit ca. 160 km Länge und 135 km Breite die größte Salzfläche der Erde mit einer Salzkruste von 2 bis 7 Metern.

13. Reisetag: Salar de Uyuni + Tahua

Diese Salzwüste gilt es nun zu erkunden, ein Naturerlebnis aller ersten Ranges. In der Trockenzeit verdunstet alles Regenwasser dann aber und zurück bleibt eine harte Kruste aus Salz. Dieses wird von vermummten Männern mit Äxten als panes de sal (Salzblöcke) aus dem Boden geschlagen und in einer Salzmühle weiterverarbeitet. Zentrum der Salzgewinnung ist Colchani, wo praktisch der ganze Ort von jodiertem Speisesalz lebt. Die Jahresproduktion liegt bei etwa 20.000 Tonnen.

Colchani ist dann auch unser erster Anlaufpunkt, wir können beobachten wie das Salz auf Lastwagen verladen und abtransportiert wird. Strahlend weiß liegt das schier unendliche Salzmeer vor uns, heller als auf jedem Gletscher glänzt uns die Sonne entgegen. Ungewohnt und sehr amüsant ist es im Salz zu laufen. Dazu gibt es hier noch ein Hotel aus Salz mit Übernachtungsmöglichkeit und ein Salzmuseum. Alle möglichen Kunstgegenstände aus Salz kann man hier erwerben, aber auch den üblichen touristischen Kitsch. Nun geht es aber endlich in die unendlichen Weiten des Salars hinaus, Wege gibt es hier nicht, allenfalls Reifenspuren, trotzdem findet unser Fahrer problemlos immer den richtigen Weg.

Wir fahren nun ein Stück in Richtung Norden wo wir die Ortschaften um Tahua besuchen, praktisch eine grüne Insel inmitten des Salzsees. Über unserem spärlichen Nachtlager thront der erloschene Vulkan Tunupa, unser morgiges Ziel.

Isla-Pescado-Kakteen

14. Reisetag: Vulkan Tunupa

Sehr früh machen wir uns heute auf, zuerst mit dem Auto, wo wir bis auf etwa 4000 Meter zum Lagerplatz der Mumie fahren können. Von hier steigen wir im Dunkeln auf recht gutem Pfad durch Felder und Weideland dem bunt gefärbten Vulkanberg entgegen. Weiter oben leitet uns ein breiter Grat unter den vielfarbigen Gipfelaufbau. Nun wird der Grat schmaler und steiler, dafür die Aussicht umso prächtiger. Bis auf den bunten Tunupa kommen wir ohne größere Schwierigkeiten, immerhin schon auf über 5200 Metern. Der Restanstieg zum Hauptgipfel ist sehr brüchig und erosionsgefährdet, sodass er eigentlich nicht mehr bestiegen wird. Daher geben wir uns mit dem bunten Tunupa zufrieden. Wer möchte kann natürlich. aber ausdrücklich auf eigene Gefahr, versuchen auch dem Hauptgipfel beizukommen.

Nach dem Abstieg Machen wir eine Essenspause unten im Dorf, dann müssen wir aber weiter.

Wir durchqueren noch mal den Salzsee zur Isla Pescado, einer fischförmigen Insel, welche leicht erhöht über dem Salz aufragt und ziemlich bewachsen ist, vor allem mit Kakteen. Diese sind ungefähr 1200 Jahre alt und erreichen eine Höhe von bis zu 12 Metern. Sie bilden den perfekten farblichen Kontrast zur weißen Salzmasse. Über diese bietet der höchste Punkt der Insel, nur 100 über der Oberfläche, aber in über 4000 Metern Höhe gelegen eine geniale Übersicht bis hin zu den weit entfernten schneebedeckten Vulkangipfeln.

Übernachtet wird im Pueblo San Juan, völlig abgelegen und in respektabeler Höhe. Einfache Schlafzimmer sind vorhanden, sogar eine, wenn auch recht kalte Duschgelegenheit. Gekocht wird mit dem mitgebrachten Gaskocher nichts deutet auf eine Stromversorgung hin. Draußen bewegen sich Lamaherden direkt vor unserer Unterkunft, lassen sich aber ungern Photographieren. Vor uns liegt eine karge und eigentümliche Vulkanlandschaft, Felsen, Sandböden und schneebedeckte Gipfel wechseln sich ab, hin und wieder abgelöst durch grüne Fleckchen wo doch tatsächlich Kartoffeln und Getreide angebaut werden.

15. Reisetag: Ollague

Heute beginnt der Tag für uns wiederum sehr früh, mit dem über 5800 Meter hohen Ollague steht der nächste richtig hohe Berg auf dem Programm. Bis auf etwa 5000 Meter allerdings kann uns unser Fahrzeug bei guten Bedingungen heranbringen, der Rest ist machbar. Steil und mühsam zwar ist der Weg, aber ohne jegliche technischen Probleme zu bewältigen. Kaum zu überbieten ist die schier unendliche Fernsicht von seinem freistehenden Gipfelkrater. Die Luft ist normalerweise extrem klar, nur von einigen Rauchwölkchen getrübt die der Vulkan selbst von sich gibt. Der Ollague ist nämlich einer der aktivsten Vulkane Boliviens und nahezu ständig am rauchen. Nach dem Abstieg fahren wir zurück in unser gestriges Quartier, für den Rest des Tages ist Ausruhen angesagt.

Salzhotel

16. Reisetag: Lagunen und Vulkane

Mit einer unglaublichen Fülle an Eindrücken geht es auch am nächsten Tag weiter, wir durchqueren fast verlassene Dörfer, verfallene Schulen und die interessantesten Landschaften, die man sich nur vorstellen kann. Rauchende Vulkane wie unser Ollague säumen den Horizont, Lagunen in allen erdenkliche Farben, rot, grün oder türkis, dazu die bizarrsten Felsgebilde (teilweise mit Bouldermöglichkeiten) und eine von Flechten bis zu kleineren Kakteenarten erstaunlich vielfältige Vegetation. Ob die wenigen Bewohner die eigentümliche Schönheit dieser an sich äußerst lebensfeindlichen Landschaft wohl ähnlich wahrnehmen? Die heutigen Highlights sind die Laguna Verde mit der ebenmäßigen fast 6000 Meter hohen Pyramide des Licancabur im Hintergrund und ein nahe gelegenes „Thermalbad", eine heiße Quelle mit Bademöglichkeit.

Mit etwas Glück ist der Wechsel der Laguna von grün zu rot zu sehen, wenn nicht steuern wir aber noch zwei von Natur aus rote Lagunen an, jeweils mit großen Flamingoaufkommen. Laguna Colorada heißt die bekannteste, in deren Nähe liegt auch unser Übernachtungslager, ein kleiner Hof mit Gruppenschlafraum inmitten dieser Steinwüste mit unbezahlbarem Blick auf Lagunen und Vulkane. Leider nicht allzu lange, denn bald wird es dunkel und sehr kalt. Wir übernachten schließlich auf über 4000 Metern Höhe. Unendlich klar ist hier die Luft, natürlich auch Nachts, selten lässt sich ein intensiver Sternenhimmel erleben, mit dem Kreuz des Südens als Krönung des Ganzen.

17. Reisetag: Geysire und heiße Quellen

Für den nächsten Tag steht dann als erstes der Sol de Manana auf dem Programm, ein Geysir aus kochenden Lava Schlammlöchern bestehend. Diese sind nur am frühen Morgen aktiv und blasen eine ca. 10 Meter hohe Dampfwolke in die noch eiskalte Luft. Gelbliche Schwefeldämpfe mischen sich dazwischen, brodelnde Löcher und wenig fester Untergrund überall, welch ein Schauspiel. Danach passieren wir eigenartige, kalkgraue Felsgebilde, dessen interessantestes ungefähr die Form eines Pilzes hat. Dieser wird Arbol de Piedra genannt, Baum aus Stein. Die langohrigen Chinchillas leben hier und haben ebensoviel Spaß wir in den Felsen herumzuklettern. Weitere landschaftliche Kuriositäten und noch mehr Flamingos begleiten uns, oder zumindest unsere Augen auf dem Weg zur Unterkunft an der Laguna Verde.

18. Reisetag: Uturuncu

Nach dem Licancabur wollen wir nun noch höher hinaus, mit dem Uturuncu ist endlich ein echter 6000er fällig, auch wenn der Berg diese Marke nur knapp überschreitet. Diesmal brauchen wir nicht so viele Höhenmeter zurücklegen wie gestern, man kann sehr nahe an den Berg heranfahren. Meistens bleiben nur gut 600 Höhenmeter übrig, immer noch anstrengend genug. Teile der Route sind normalerweise vereist, manchmal sind Steigeisen nötig, steil ist die Route aber nicht, die Hände werden nicht gebraucht. Auch hier ist die Aussicht natürlich gigantisch, sodass wir uns eine ausgiebige Gipfelrast gönnen. Schnell sind wir wieder zum Auto abgestiegen und fahren an der Himmelslagune, der Laguna Celeste vorbei weiter in Richtung Uyuni bis sich eine einfache Übernachtungsmöglichkeit bietet.

19. Reisetag: Cementerio de los Trenes

Heute verbringen wir noch mal viel Zeit im Auto, noch mal ziehen die phantastischen Landschaftsformen dieser so vielseitigen Wüstenlandschaft an uns vorbei. Kristallklare Bäche säumen unseren Weg, schneebedeckte Vulkane und bizarre Felsgestalten. Ebensolche Felsgestalten sind der Grund für unseren nächsten Haltepunkt. Praktisch ein ganzes Meer aus Felsen breitet sich vor uns aus, schier unbegrenzt scheinen die Möglichkeit für neue Kletterrouten. Boulderer kommen natürlich ebenfalls auf ihre Kosten, solch eine Fülle an kletterbaren Routen habe ich selten irgendwo gesehen. Zurück in Uyuni besichtigen wir noch den Cementario de los Trenes, also den Friedhof der Züge. Zahlreiche alte, ausrangierte Lokomotiven und Waggons rosten hier vor sich hin, inmitten der Wüste, wahrlich eine eigenartige Stimmung die sich hier ausbreitet. Am selben Abend bekommen wir dann um 20 Uhr normalerweise noch einen Bus nach La Paz.

Vulkan-Uturuncu

20. Reisetag: Ruhetag in La Paz

Der heutige Tag, bzw. die Nacht steht ganz im Zeichen der Rückfahrt nach La Paz. Auch diesmal durchqueren wir die interessantesten Teile der Strecke leider im Dunkeln. Weitläufige Wüstenlandschaften, hohe schneebedeckte Berge und landestypische Dörfer liegen am Weg, doch wir bekommen davon wenig zu Gesicht. In einem dieser Dörfer steht ein längerer Halt an, mit der Möglichkeit zum Nachtessen. Es gibt Tee und sehr gute (und fettige) Sandwichs mit Huhn und Ei. Später in La Paz angekommen können wir endlich wieder im Luxus schwelgen. Der Rest dieses Tages steht zur freien Verfügung, die meisten werden mit Ausruhen beschäftigt sein nach den Strapazen der letzten Tage.

Optional: Bergtour um La Paz

Sozusagen als Abschluss machen wir heute noch eine Wanderung in der direkten Umgebung von La Paz. Wiederum fahren wir mit dem Collectivo ein Stück den Abra de Cumbre hinauf, allerdings steigen wir diesmal schon deutlich vor der Passhöhe aus. Auch hier gibt es herrliche Bergseen und stattliche Felsberge. Wir werden uns noch einen kleineren 5000er vornehmen, von wo aus sich noch mal weite Teile der Königscordillere und von La Paz selbst überblicken lassen. Die Tour ist eventuelle an manchen Stellen etwas mühsam, aber nirgends wirklich schwierig, sodass viel Zeit bleibt die erhabene Gipfelrundsicht zu genießen. Der Abstieg geht schnell und kurzweilig von statten, am Pass angekommen versuchen wir dann das nächst beste Fahrzeug zu chartern, bei entsprechender Gruppengröße wartet sogar ein Taxi.

21. Reisetag: Rückflug

Der traurigste Tag der Tour denn nun geht es nach Deutschland zurück. Selbstverständlich begleitet sie unser Reiseleiter noch zum Flughafen, und nach der Verabschiedung geht es mit Zwischenstopp in Madrid zurück nach Hause. Vorher aber überfliegen wir noch mal Bolivien. Interessante Tiefblicke auf die Anden und das Amazonasgebiet rufen uns die vielen außergewöhnlichen Erlebnisse auf der Tour noch mal in Erinnerung und bieten reichlich Nahrung für neue Reiseideen und Tourenpläne. Es muss ja nicht das letzte Mal Südamerika gewesen sein.

Llama-Bolivien


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