Apolobambatrekking in Bolivien

Trekkingreise durch die Cordillera Apolobamba und die Condoriri Gruppe. Nach Akklimatisation am Titicacasee und auf der Isla de Sol starten wir zu schönen Wanderungen in der unberührter Natur Boliviens.

Bolivien – unbekanntes Andenland! Und eines der spannendsten und vielseitigsten Reiseländer der Welt. Ursprüngliche Landschaften, eisverzierte Berggipfel, weite Hochebenen oder dichte Urwäder, dazu eine schier unglaubliche kulturelle Vielfalt. All das zeichnet den preisgünstigsten aller Andenstaaten aus, vieles davon wird uns auf dieser abwechslungsreichen Rundreise begegnen.

Berge-Copacabana

Nach der Landung in La Paz sind die Ruinen von Tiwanaku unser nächstes Ziel, noch in der Vorinkazeit entstanden. Weiter geht es dann nach Copacabana, wo wir eine aussichtsreiche Wanderung am Ufer des tiefblauen Titicacasees unternehmen.

Dabei besuchen wir den Ursprung des Inkareiches die Osla de Sol und unternehmen eine Wanderung im Angesicht eisgepanzerter Bergriesen.

Mit dem 6-tägigen Apolobambatrek verlassen wir kurzzeitig die Zivilisation und begeben uns in absolut unberührte und ursprüngliche Landschaften. Dabei wird in einfachsten Unterkünften bzw. Zelten übernachtet, in den kleinen, abgelegenen Dörfern sind Strom und Wasser noch Fremdworte. Die Tour gilt noch als Geheimtipp, abseits der vielbegangenen Touriattraktionen Boliviens.

Umso großartiger ist die Landschaft: wilde Felsflanken, schneebedeckte Bergriesen flankieren dichte Bergurwälder und grüne Hochflächen. Die Tour gilt noch als Geheimtipp abseits der viel begangenen Touristenattraktionen Boliviens.

Zum Abschluss stehen noch einmal 2 ziemlich unberührte Bergregionen auf dem Programm, nämlich der Abra de Cumbre Pass und die eisglänzende Condoririgruppe, welche wir in 4 Tagen durchwandern.


Tour-Info

Highlights:

  • La Paz
  • Tiwanaku
  • Titicacasee
  • Isla de Sol
  • Apolobambatrek
  • Copacabana
  • Abra de Cumbre
  • Condoririgebiet

Dauer dieser Tour: 20 Tage

Unser Termine:

  • Auf Anfrage
  • Von April bis Oktober möglich

Preise (pro Person):

  • Ab 2 Teilnehmern: 2.445 Euro
  • Ab 4 Teilnehmern: 2.195 Euro
  • Ab 6 Teilnehmern: 2.095 Euro

Eingeschlossene Leistungen:

  • Reisen im Land mit Bussen und Taxen
  • Übernachtungen in einfachen Hotels oder Zelten
  • Apolobambatrek
  • Ausflug ins Condoririgebiet
  • Eintritt Tiwanaku
  • Reiseleitung vor Ort
  • Geführte Bergwanderungen
  • Verpflegung während des Apollobambatrekks

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Reiseunfall- und Krankenversicherung
  • Reisegepäcks- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Nicht ausgeschriebene Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Teilnehmerzahl:

  • Mindestens: 2
  • Maximal: 10

Weitere Info:

  • Eine gute allgemeine Fitness ist für diese Tour gewünscht und sehr von Vorteil.

Wem im Anschluss an die Tour noch der Sinn nach Höherem steht, bietet sich nach der Tour noch die Möglichkeit mit zwei bzw. vier Verlängerungstagen den Huayna Potosi (plus 150,- EURO) oder den Illimani (plus 300,- EURO) zu besteigen.

Tour-Verlauf

1. Reisetag: La Paz

Allein der Anflug auf La Paz zwischen eisgepanzerten 6.000ern kann einem den Atem rauben, nach der Landung tut dies sicherlich die große Höhe von über 4.000 Metern. Doch wir bleiben nicht in El Alto sondern begeben uns in die tieferen Gefilde der Metropole auf nur noch gut 3.500. Jetzt wird erst mal das Hotel bezogen, danach ist Ausruhen angesagt. Den Abschluss des Tages bildet das erste landestypische Abendessen in einem einfachen Restaurant von La Paz.

Bolivien-Lake-Titicaca

2. Reisetag: Muela de Diablo

Zwar sind wir noch nicht besonders akklimatisiert, doch fuer die erste kleine Eingehtour sollte es wohl reichen.

Wir fahren mit dem Minibus ein Stück aus La Paz heraus in Richtung Süden. Dort wartet ein spannendes Felsgebilde mit zwei spitzen Zacken im Gipfelbereich. Diesen verdankt sie den Namen Muela de Diablo. Die Tour ist hier kurz, führt aber durch prachtvolle grüne Felder und interessant aufgebaute Felsformationen. Oben haben wir obwohl "nur" 3.852m hoch, einen phantastischen Ausblick auf die Stadt und die umliegenden Hochgipfel, mit dem Eisgepanzerten Illimani als Krönung.

3. Reisetag: Titicacasee

Wie viele Legenden ranken sich um den tiefblauen Titicacasee, wie viel ist in Büchern über ihn zu lesen? Aber das alles verblasst, wenn wir wirklich vor ihm stehen. Mehr noch wir machen eine Bootsfahrt über den See auf die bekannte Sonneninsel, angeblich der Ursprung des Inkareiches. Zuerst aber haben wir 3 Stunden Busfahrt von La Paz nach Copacabana vor uns. Alles andere als langweilig, fahren wir zuerst durch die Zuwandererstadt El Alto, später an allen berühmten Bergriesen des Landes vorbei, wie Huayna Potosi oder Condoriri.

Am "Strand" von Copacabana bleibt sicher Zeit für eine Forelle, bevor wir die Insel ansteuern. Dort geht es erstmal knapp 200 Höhenmeter über steile Inkastufen hinauf, bevor wir unser eher einfaches Hotel erreichen. Vor dem Abendessen machen wir noch eine kleine Erkundungstour auf dem Gratrücken der Insel.

Ufer-Titicacasee

4. Reisetag: Sonneninsel

Die Insel hat natürlich noch einiges zu bieten, daher überschreiten wir heute das komplette Gebiet. Mit einigem Auf- und Ab folgen wir dem Kammverlauf, wobei wir schon mal die ersten 2 kleinen 4.000er mitnehmen, ohne größere Mühe versteht sich. Auch ein paar kleine Archäologische Fundorte gibt es unterwegs zu sehen, aber das soll eher Touristen anlocken als das sich eine größere Bedeutung dieser Bauwerke erkennen ließe. Bitte nicht zuviel erwarten, das ist nicht Machu Pichu.

Nach dem Rückweg zum Hafen schaffen wir auch hier noch die obligatorische Forelle, bevor uns das Boot zurück nach Copacabana bringt.

Wer möchte kann am Abend noch den Calvarienberg über dem Ort versuchen, er bietet eine phantastischen Blick über den See und meistens atemberaubende Sonnenuntergänge. Es sind hierfür nur gut 150 Höhenmeter nötig.

Wir übernachten in Copacabana.

5. Reisetag: Cerro Ceroca

Ein kleiner Berg in der direkten Umgebung von Copacabana steht heute auf dem Programm, der Cerro Ceroca, immerhin schon deutlich über 4000 Meter hoch. Gemächlich wandern wir durch sattgrünes Weideland, von zahlreichen Tierarten genutzt. Später wird der Weg steiler, die ausblicke dafür immer weitläufiger. Schnell ist dann der Antennen „geschmückte" Gipfelbereich geschafft. Bis hin zur Cordillera Apolobamba ganz im Norden Boliviens kann man hier schauen, dazu natürlich über fast den kompletten See. Auch für Paragleiter ist dieser Ort als Startplatz gut geeignet und gern genutzt. Er bietet sich vor allem deswegen an, weil man auf der Rückseite mit dem Allradfahrzeug zum Gipfel fahren kann, diesen Weg benutzen wir für den Abstieg. Unten im Ort bleibt noch Zeit für eine Forelle zum Mittagessen, bevor wir uns per Bus aufmachen, zurück nach La Paz.

Trekking-Apolobamba

6. Reisetag: Anfahrt Pelechuco

Von hier starten wir je nach Teilnehmerzahl mit dem Bus oder Privatfahrzeug in die Apolobamba.

Da die zumeist ungeteerten Fahrwege sich zum Teil in einem mehr als desolaten Zustand befinden brauchen wir auch den Rest des Tages für die Anfahrt. Doch die ist alles andere als langweilig, geht es doch durch atemberaubende, wenn auch kaum bekannte Andenregionen. Schneebedeckte 5.000er, wilde Felsgrate, grüne Weideflächen und sprudelnde Wasserfälle säumen unseren Weg. Auch Pelechuco selbst ist noch vollkommen untouristisch und in kaum einem Reiseführer erwähnt. Wir übernachten in einem einfachen Hotel, dort wartet auch ein Abendessen auf uns.

7. Reisetag: Illo Illo

Auf uralten Inkapfaden wandern wir dann von Pelechuco (3500m) über einen 4000 Meter hohen Pass und durch erstaunlich grüne Hochflächen. Auch ein kleiner Bach säumt unseren Weg, sodass die Wasserversorgung gewährleistet ist. Gecampt wird dann am nahe gelegenen Fluß Illo Illo auf nur noch 3800 Metern. Insgesamt brauchen wir etwa 5 Stunden für die Trekkingstrecke gut 600 Höhenmeter müssen dabei überwunden werden. Nachdem die Zelte aufgebaut sind können wir ganz nach Wunsch relaxen, umherwandern oder versuchen einen der zahlreichen Fische im Illo Illo Fluss zu erhaschen. Ansonsten gibt es aber auch ein Abendessen vom Kocher.

8. Reisetag: Sunchuli Pass

Früh starten wir heute, denn wir wollen hoch hinaus. Der Sunchuli Pass auf immerhin 5.100 Metern Höhe bildet im wahrsten Sinne des Wortes den Höhepunkt des Treks mit herrlichem Andenpanorama. Gewaltige Bergmassive prägen die unmittelbare Umgebung, teilweise kaum je betreten. Bis hierher müssen jedoch einige Höhenmeter überwunden werden, 1.300 insgesamt. Ein stattlicher Marsch also, doch die gewaltigen Ausblicke und die ursprüngliche Landschaft entschädigen für alle Mühen. Nach gut 6 Stunden haben wir dann unser zweites Lager erreicht, schnell sind auch die Zelte aufgebaut. Wir campen im Sunchuli Valley, nahe der berühmten Goldminen, welche schon von den Inkas betrieben wurden. Wer möchte kann noch einen kurzen Blick drauf werfen.

Gipfel-Cordillera-Apolobamba

9. Reisetag: Inka Kancha

Die Ruinen von Inka Kancha sind unser nächstes Ziel, doch zuerst gilt es einen steilen und windigen Pass zu überwinden, wiederum belohnen uns weite und prächtige Ausblicke für die Mühen. Inka Kancha selbst liegt auf immerhin 4.200 Metern Höhe, also kann die Nacht wiederum sehr kalt werden, doch wir sind ja gut ausgerüstet. Zudem sind die Ruinen mehr als sehenswert, sodass auch der Nachmittag gerettet ist. Auch heute benötigen wir wieder um die 6 Stunden Wanderzeit um unsern Ziel zu erreichen, das Camp selbst liegt dann direkt neben einem malerischen Wasserfall mit Duschgelegenheit. Freiluft natürlich, entsprechend kalt ist auch das Wasser, genau richtig nach einem anstrengenden Wandertag. Am Abend sitzen wir dann noch lange am Feuer vor den Zelten.

10. Reisetag: Akhamani

Wieder nehmen wir einen über 5.000 Meter hohen Pass in Angriff, auch hier ist die Aussicht exzellent, vor allem der über 5.800 Meter hohe Akhamani, einer der vielen heiligen Berge Boliviens. Prickelnd nah steht sein eisbewehrter Gipfel über uns, aber noch zahlreiche weitere Andenriesen bekommen wir zu Gesicht. Weiter geht es am nächsten Tag durch dichten Bergurwald umrahmt von schneebedeckten Gipfeln zum nächsten Camp auf 4.300 Metern. Die Wegstrecke ist heute nicht ganz so lang in 5 Stunden müsste sie geschafft sein. Auch heute Nacht erleben wir die Anden wieder in ihrer ganzen Großartigkeit, aber auch mit ihrer erfrischenden Nachtkälte. Unglaublich klar sind die Sterne über uns zu erkennen, eine Kombination aus Höhe und südlicher Lage machen dies möglich. Jatun Pampa ist übrigens der Name unseres Lagerplatzes.

11. Reisetag: Curva

Ein paar kleine Häuser befinden sich an unserem heutigen Lagerplatz, erste Anzeichen der Zivilisation. So leben also bolivianische Bauern. Steinige Pfade und dichte Bergurwälder säumen unseren Weg hinab nach Curva, dem ersten kleinen Bergweiler seit langem, allerdings immer noch auf gut 3700 Metern Höhe gelegen. Hier gibt es neben einer kleinen Lagune auch wieder einen einfachen Laden und warmes Bett für die Übernachtung. Nach 4 bis 5 Stunden dürften wir dort eingetroffen sein, bleibt also noch genügend Zeit das dörfliche Leben etwas zu studieren und den Ort näher unter die Lupe zu nehmen. Oder natürlich einfach nur auszuruhen. Wäre aber Schade, kann man hier doch interessante Zeugnisse der Kalawaya Kultur entdecken. Am Abend steht dann noch ein gemeinsames Abendessen an, um die Rückkehr in die Zivilisation etwas zu feiern.

Aufstieg-Charkini

12. Reisetag: Rückfahrt La Paz

Heute geht es wieder zurück nach La Paz, Startpunkt dafür ist das Dörfchen Achacachi am Ostufer des Titicacasees gelegen. Hier sind wir nur noch 280 Kilometer von La Paz entfernt, auch aufgrund der besseren Straßenverhältnisse ist die Rückfahrt deutlich kürzer als die Hinfahrt. Trotzdem stehen uns gut 8 Stunden Fahrt bevor, allerdings wiederum durch eine unvergleichliche Landschaft. Fast während der gesamten Fahrt haben wir den tiefblauen Titicacasee vor Augen mit seinen schier unendlichen Weiten. Darüber erheben sich die schon bekannten Andenriesen und hoffentlich azurblauer Himmel. Zwischendurch ist der eine oder andere Stopp angesagt, sodass es auch heute einiges zu erleben gibt. Am Abend finden wir uns dann wieder in der pulsierenden Metropole ein, quasi das Kontrastprogramm zu Einsamkeit des Apolobambatreks. Hier werden wir dann noch ein gutes einheimisches Restaurant aufsuchen.

13. Reisetag: Ruhetag

Ruhetag, der Tag steht zur freien Verfügung. Wer möchte kann etwas über die bunten Märkte bummeln, prunkvolle Kolonialgebäude bestaunen, oder auch mal die einfacheren Häuser abseits der Innenstadt anzusehen. Auch gibt dieser Ruhetag Gelegenheit am Vorabend mal das Nachtleben von La Paz unter die Lupe zu nehmen, denn das braucht sich keineswegs zu verstecken.

14. Reisetag: Tuni

Früh starten wir mit dem Taxi von La Paz, zuerst über die Hauptstrasse nach Copacabana, dann biegen wir rechts in ein Seitental ab, an dessen Ende sich das malerische Dörfchen Tuni befindet, direkt nebenan der Tunistausee, welcher als Wasserspeicher für die Hauptstadt dient. Von hier aus starten wir mit Tragtieren durch ein bildschönes Tal zum Hochlager. Der Trek dauert etwa 3 Stunden und ist größtenteils flach. Am See schlagen wir dann unser Lager auf, aufregend nah unter den zahlreichen Fels- und Eisriesen der Condoririgruppe.

Cerro-Telata-vom-Huayna

15. Reisetag: Cerro Austria

Den höchsten Gipfeln des Condoriri vorgelagert, bietet der Cerro Austria aus der Ferne betrachtet einen imposanten Anblick. Wer seine immerhin 5300 Meter hohe ebenmäßige Felspyramide, vom Tunisee aus zum ersten Mal zu Gesicht bekommt, mag kaum glauben, dass diese so abweisend wirkende Felsgestalt auf einfachen Wegen problemlos zu besteigen ist.

Zudem erhebt sich der Berg direkt über dem Basislager am Fuße der Condiririgruppe, von wo aus etliche Berge dieser Region angegangen werden können. Daher wird er oft als Eingehtour für die schwierigeren Ziele wie den Pequenio Alpamayo oder den Condoriri selbst benutzt.

Da unser Ausgangspunkt schon recht hoch gelegen ist bleiben nur noch etwa 700 Höhenmeter und ungefähr 3 Stunden Aufstieg übrig. Es geht auf recht gutem Pfad über weite Geröllflächen und grünes Weideland in einen kleinen Sattel hinein. Hier wird der Blick plötzlich frei auf die gewaltigen Eisflächen unter dem Condoriri und die Respekt einflössende Eiswand des A la Izquierda. Wir steigen nun den breiten Grat weiter hinauf, unschwierig über steilen Schutt, immer noch mit Pfadspuren. Oben bestechen nicht nur die Tiefblicke auf die zahlreichen Seeaugen, fast die gesamte Cordilliera Real lässt sich von hier aus überschauen, an klaren Tagen rückt selbst der nicht allzu weit entfernte Titicacasee ins Blickfeld. Wir steigen am Anstiegsweg auch wieder ab und übernachten noch mal am See.

16. Reisetag:  Maria Lloco

Heute  müssen wir zuerst einmal einen über 5000 Meter hohen Pass überwinden, eventuell bleibt Zeit von dort aus den 5250 Meter hohen Mirador "mitzunehmen".  Da wir jedoch schon auf 4600 Metern übernachtet haben, ist dieser Aufstieg  recht gut zu schaffen.  Weiter geht es durch herrlich grünen Bergwiesen, unter den wilden Fels - und Eisgipfeln der Condoririgruppe hindurch bis zu unserem heutigen Lagerplatz Maria Lloco. Dieser befindet sich direkt unter dem gleichnamigen Berg, welcher vor allem durch eine kleine aber sehr steile Eiswand besticht.

Erdpyramiden-La-Paz

17. Reisetag: Unter dem Huayna Potosi

Die heutige Tagesetappe steht ganz im Zeichen eines Berges, eines ganz besonderen allerdings. Der Huayna Potosi mit seiner perfekten Gipfelpyramide aus glänzendem Firn, gehört nicht umsonst zu den begehrtesten Bergsteigerzielen des Landes. Von allen Seiten sticht er deutlich aus der Masse der Andenberge heraus, ein Blickfang während der gesamten Wanderung. Einfach zu besteigen ist er allerdings nicht, wer möchte kann es trotzdem im Anschluss an die Tour versuchen.

Unser Weg führt heute allerdings nur um den Berg herum, immerhin bis zum Ausgangspunkt der Besteigung am Zongopass. Dort erwartet uns dann unser Taxi und etwa 3 Stunden später genießen wir, zurück in La Paz, die Annehmlichkeiten der Zivilisation.

18. Reisetag: Chacaltaya

Heute machen wir eine Tour ins höchstgelegene Skigebiet der Welt, nach Chacaltaya. Zuerst passieren wir El Alto wo wir einen kurzen Zwischenstopp einlegen, zum Einkaufen von Lebensmitteln. Dann geht es auf einer Schotterpiste immer höher hinauf. Besiedelte Flächen gibt es hier kaum noch, nur vereinzelt sind einige sehr einfache Hütten zu sehen, dafür kreuzen llamas den Weg, Enge Serpentinen führen in die Höhe, natürlich dürfen imposante Tief- und Fernblicke nicht fehlen. Sogar die weiße Kuppe des Sajamas ist zu sehen, in einigen Hundert Kilometern Entfernung versteht sich, dazu Tiefblicke zum viel näheren Titicacasee und von grün bis orange extrem vielfarbiges Gestein. Der hohe Eisengehalt im Boden sorgt für eine rötliche Färbung vieler Schuttfelder und auch Seen.

Auf 5.100 Metern Höhe wird die Luft dann schon ziemlich dünn, eine Hütte des österreichischen Alpenvereins befindet sich hier, mit Übernachtungsmöglichkeit. Etwas weiter unten ist der Skilift zu finden, eine einzige Piste gibt es und einen Schlepplift. Doch anstatt Ski zu fahren steigen wir dem Chacaltaya selbst aufs 5300m hohe Dach. Sehr langsam geht es hier oben vorwärts, gesund ist es bestimmt nicht 1500 Höhenmeter mit dem Bus zu überwinden und dann auch noch auf dieser Höhe Sport zu treiben. Trotzdem finden sich immer einige Gäste auf dem Gipfel ein, wir gehen noch weiter um einen Nachbargipfel zu besteigen.

Abendessen und Übernachtung dann wieder in La Paz.

19. Reisetag: Bergtour am Abra de Cumbre Pass

Sozusagen als Abschluss machen wir heute noch eine Wanderung in der direkten Umgebung von La Paz. Wiederum fahren wir mit dem Collectivo ein Stück den Abra de Cumbre hinauf, allerdings steigen wir diesmal schon deutlich vor der Passhöhe aus. Auch hier gibt es herrliche Bergseen und stattliche Felsberge. Wir werden uns noch einen kleineren 5000er vornehmen, von wo aus sich noch mal weite Teile der Königscordillere und von La Paz selbst überblicken lassen. Die Tour ist eventuelle an manchen Stellen etwas mühsam, aber nirgends wirklich schwierig, sodass viel Zeit bleibt die erhabene Gipfelrundsicht zu genießen. Der Abstieg geht schnell und kurzweilig von statten, am Pass angekommen versuchen wir dann das nächst beste Fahrzeug zu chartern, bei entsprechender Gruppengröße wartet sogar ein Taxi.

Am Abend feiern wir dann die gelungenen Touren mit einem zünftigen Abendessen, mit etwas Glück finden wir einheimische Musiker in einem der Restaurants. Wer möchte kann sich auch noch mit zwei/drei Pisco von Südamerika verabschieden.

Eiswand-Cordillera-Real

20. Reisetag: Rückflug

Der traurigste Tag der Tour denn nun geht es nach Deutschland zurück. Selbstverständlich begleitet sie unser Reiseleiter noch zum Flughafen, und nach der Verabschiedung geht es mit Zwischenstopp in Madrid zurück nach Hause. Vorher aber überfliegen wir noch mal Bolivien. Interessante Tiefblicke auf die Anden und das Amazonasgebiet rufen uns die vielen außergewöhnlichen Erlebnisse auf der Tour noch mal in Erinnerung und bieten reichlich Nahrung für neue Reiseideen und Tourenpläne. Es muss ja nicht das letzte Mal Südamerika gewesen sein.

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